Zinn

Zinn im Periodensystem der Elemente

Das chemische Element Zinn mit der Ordnungszahl 50 steht in der vierten Hauptgruppe der fünften Periode im Perioden-System. Zinn ist ein äußerst weiches, silbrig-weiß glänzendes Schwermetall mit extrem niedrigem Schmelzpunkt.

zinn

Name Zinn
Symbol Sn
Ordnungszahl 50
Aussehen silbrig glänzend grau
CAS-Nummer 7440-31-5
Serie Metalle
Gruppe Kohlenstoffgruppe



Geschichte des Zinns:

Bekannt ist Zinn bereits seit mehr als 5500 Jahren, ausgehend von Bronzefunden aus dem südlichen Kaukasus, welche der Kultur der ‚Kura-Araxes‘ zugeschrieben werden.
Auf circa 3000 vor Christus wird das Bergwerk Kestel mit der Stätte der Verarbeitung Göltepe im südlichen Taurusgebirge der Türkei datiert, wo augenscheinlich Zinnerz abgebaut wurde.
In China ist Zinn aus der Zeit der Shang Dynastie (1800 vor Christus) bekannt, wobei vermutet wird, dass auf Malakka und in Yunnan Zinn bereits zu einem früheren Zeitpunkt bekannt war.
Zinnfunde aus Ägypten liegen aus der Zeit 1500 vor Christus vor.
Durch die Legierung von Zinn mit Kupfer zu dem Metall Bronze gelangte das Zinn während der sogenannten ‚Bronzezeit‘ zu erheblicher wirtschaftlicher Bedeutung.
Erneut gewann Zinn ab Mitte des 19. Jahrhunderts wirtschaftliche Wichtigkeit durch die industrielle
Fabrikation von Weißblech.

Namensherkunft von Zinn

Bei der Herkunft des Namens besteht insofern Sicherheit, dass das chemische Symbol Sn sich vom lateinischen ’stannum‘ ableitet. Das deutsche Wort Zinn ist nicht eindeutig belegt, da einerseits die Möglichkeit besteht, dass das Wort vom althochdeutschen ‚zain‘, respektive dem mittelhochdeutschen ‚zin‘, was nichts anderes als Stab oder Zweig bedeutet, abgeleitet ist. Diese Ableitung wiederum hat zwei unterschiedliche Erklärungen: Einmal wurde Zinn früher in Stäbchenform gegossen, zum anderen tritt das hauptsächliche Erz des Zinns, der Zinnstein (Kassiterit) in Form von Stäbchen beziehungsweise Nadeln auf.

Eigenschaften von Zinn

Bei Zimmertemperatur zeigt sich Zinn gegen Einwirkungen von Wasser und Luft äußerst widerstandsfähig, wogegen es durch Chlor sowie verdünnte Säuren leicht angegriffen wird.
Durch Einwirkung von Salpetersäure oxidiert Zinn zu einem in Wasser nicht löslichen Pulver, der Zinnsäure. Zinn selbst ist ungiftig, doch existieren Zinn-Verbindungen, welche durchaus toxische Eigenschaften aufweisen.
Interessant ist das sogenannte ‚Zinngeschrei‘, welches beim Verbiegen von weichem Zinn auftritt. Diese wird hervorgerufen durch Reibung sogenannter ‚β-Kristallite‘ und tritt nur bei Zinn von einer mittleren Reinheit auf.

Zinn Vorkommen

Das bedeutendste Mineral für Zinn in wirtschaftlicher Hinsicht ist das auch Zinnstein genannte Kassiterit, wobei auch das Sulfid-Mineral Stannit von einiger Bedeutung für die Gewinnung und Produktion von Zinn besitzt. Dies kommt oftmals in Gesellschaft mit Silber, Zink, Arsen, Wolfram oder auch Kupfer vor.
Es wird aktuell von weltweiten Reserven des Elements von 5,5 Millionen Tonnen ausgegangen, wobei die bis heute größten Funde im ‚Kinta Valley‘ im Jahre 1876 gemacht wurden.

Verwendung von Zinn

Zinn wird bereits seit mehreren Hundert Jahren als reines Zinnblech zur Fertigung von Orgelpfeifen verwendet. In heutiger Zeit hält sich der Gebrauch von Zinn für Weißblech, Lote und Chemikalien etwa die Waage. Auch zur Herstellung elektronischer Bauteile finden reine Zinnkristalle Verwendung.


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