Yttrium

Yttrium im Periodensystem

Eigenschaften von Yttrium

Yttrium ist ein chemisches Element der sogenannten „seltenen Erden“, doch für die Wissenschaft ist es keineswegs „selten“. Vielmehr steht es an 32. Stelle der Elementhäufigkeit der Erdkruste, doch um es zu gewinnen und zu nutzen war zunächst eine Kristallisation von Salzlösungen erforderlich. Da dies eine zeitraubende und aufwändige Methode war, wurde Yttrium für die industrielle Produktion erst mit dem analytischen Prozess der Ionenchromatographie interessant.

yttrium

Name Yttrium
Symbol Y
Ordnungszahl 39
Aussehen silbrig weiß
CAS-Nummer 7440-65-5
Serie Übergangsmetalle
Gruppe Scandiumgruppe



Geschichte von Yttrium

Das Mineral wurde im Jahre 1794 von dem finnischen Chemiker Johan Gadolin entdeckt. Gadolin war der Sohn eines Professors für Physik und Theologie an der Universität Turku. Johan ließ sich schon früh von naturwissenschaftlichen Themen begeistern und machte sich als Autor von Lehrbüchern über die Chemie insbesondere in Schweden einen Namen. Als er 34 Jahre alt war untersuchte Gadolin ein schwarzes Mineral, das einige Zeit vorher der Artillerieoffizier Carl Axel Arrhenius in der Grube Ytterby auf der schwedischen Schäreninsel Resarö gefunden hatte. Die Grube diente einer Stockholmer Porzellanfabrik als Nachschub für den benötigen Rohstoff. Nach umfangreichen Analysen des Metalls traf Gadolin auf einen größeren Anteil eines unbekannten Oxides. Es sollte aber bis zum Jahr 1935 dauern, ehe es den Chemikern West und Hopkins gelang, reines Yttrium herzustellen.

Im Laufe der Jahrhunderte gab es immer wieder Differenzen unter den Wissenschaftlern, wie man das Mineral nennen sollte. Es erhielt dann den Namen Gadolinit in Erinnerung an den Finnen Johan Gadolin. Das chemische Element wird als Yttrium bezeichnet – nach dem schwedischen Fundort Ytterby. Im Periodensystem bekam es die Ordnungszahl 39.

Verwendung von Yttrium

Durch die Behandlung mit Schwefelsäuren entsteht aus Yttrium ein Yttriumsulfat. Die weiteren Abtrennungen durch die Ionenchromatographie ließen schließlich einen Stoff entstehen, der für die industrielle Verwendung geeignet erschien. Yttrium in metallischer Form findet heute Anwendung in der Reaktortechnik aber auch in der Produktion von Heizleiterlegierungen und Zündkerzen. Verbindungen mit einem Aluminium-Granat dienen der Lasertechnik und zur Herstellung künstlicher Diamanten. Yttrium hat außerdem eine gewisse Bedeutung bei der Herstellung von Chips, Energiesparlampen und Fernsehgeräten.

Das Einatmen von Gasen und Dämpfen bei der Verarbeitung von Yttrium ist für die Gesundheit risikobehaftet. Eine längere Belastung kann bei Menschen zu Embolien, Lungen- und Leberschäden führen. Bei Wasserlebewesen wurden Störungen des Nervensystems nachgewiesen.


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