Ytterbium

Ytterbium im Periodensystem

Die „seltene Erde“ Ytterbium

Das chemische Element Ytterbium ist ein Metall der sogenannten „seltenen Erden“. Es ist silberglänzend und besitzt eine wesentlich geringere Dichte als die benachbarten Elemente im Periodensystem der Gruppe der Lanthanoide. Auch der Siedepunkt dieses Schwermetalls ist deutlich niedriger als bei anderen vergleichbaren Elementen.

ytterbium

Name Yterbium
Symbol Yb
Ordnungszahl 70
Aussehen sibrig weiß
CAS-Nummer 7440-64-4
Serie Lanthanoide
Gruppe Lanthanoide



Ytterbium Entdeckerteam aus der Schweiz

Die Entdeckung von Ytterbium war eher ein Zufallsprodukt, denn den Schweizer Chemiker Jean Charles Galissard de Marignac verschlug es im Jahre 1878 nach Schweden, wo er einige Zeit experimentierte. Bereits zwanzig Jahre vorher war es ihm als erstem gelungen, ein industrielles Verfahren zur Trennung von Niob und Natal mit unterschiedlicher Löslichkeit zu ermitteln. Das trug ihm schon bald die Ehre ein, Mitglied der Accademia Nazionale die Lincei in Rom zu werden.

Ytterbium Fundort vor Schwedens Schärenküste

In der Grube Ytterby, einem verlassenen Bergwerk auf der Schäreninsel Resarö vor Stockholm, hatten schon vor de Marignac skandinavische Chemiker die Elemente Yttrium und Terbium entdeckt. Der Schweizer interessierte sich jedoch vor allem für das dort gefundene Gadolinit, das er in heißem Wasser durch die Zersetzung von Nitraten auflöste und dabei durch Absonderungen auf ein unbekanntes Element stieß. Marignac nannte es in Anlehnung an den Fundort in der schwedischen Grube Ytterbium.

Ytterbium: Grüne Flamme und blaue Lösung

Ytterbium ist eines der seltenen Metalle, die sich im Wasser nur langsam auflösen, hingegen unter dem Einfluss von Säuren rasch reagieren. Es hat zudem die chemische Eigenschaft, das es bei besonderen Mischungen entzündlich wirkt und eine grüne Flamme produziert. Und noch etwas ist bemerkenswert: Wird Ytterbium in einem flüssigen Ammoniak aufgelöst, bildet sich durch Elektronen eine blaue Lösung. Bei einer Spezifizierung der physikalischen Eigenschaften kamen Wissenschaftler zu der Erkenntnis, dass der Schmelzpunkt des Metalls bei 1652 Grad und der Siedepunkt bei 3402 Grad liegt.

Negative Einflüsse für die Umwelt von Ytterbium

Weltweit werden pro Jahr rund hundert Tonnen Ytterbium gewonnen – und zwar aus den Mineralien Euxenit und Xenotim. Die Bedeutung des Metalls für die Industrie ist eher gering, sieht man einmal davon ab, dass es zuweilen als Legierung rostfreier Stähle benötigt wird. Aber es kommt auch in – sehr geringen Mengen – in Leuchtstoffröhren, Fernsehgeräten, in Produktionen aus Glas und in Energiesparlampen zum Einsatz. Eine gewisse Bedeutung hat Ytterbium auch in der Medizin als Strahlungsquelle und bei der Produktion von Katalysatoren in der Automobilindustrie. Das seltene Metall mit dem Elementsymbol Yb und der Ordnungszahl 70 hat aber auch die Eigenschaft, sich im Boden zu vervielfältigen und zu einer Umweltverschmutzung beizutragen. So wurden bei Wasserlebewesen Veränderungen an den Zellmembranen und im Nervensystem festgestellt.


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