Wolfram

Wolfram im Periodensystem

Wann wurde Wolfram entdeckt und von wem?

An der Entdeckung des Wolframs waren gleich mehrere Chemiker beteiligt. Schon im 16. Jahrhundert gewann Georgius Agricola die Erkenntnis, dass Zinnerze durch spezielle Erze so verschlackt werden können, dass sich keinerlei Zinn mehr aus ihnen gewinnen lässt. Agricola benannte seine Entdeckung nach dem lateinischen Wort für Wolfsspucke, also „lupi spumen“. Johann Gottschalk Wallerius entdeckt 1747 das Calciumwolframat und benennt dieses auch so. Aus dieser Entdeckung erhält Carl Wilhelm Scheele im Jahre 1781 das Wolframoxid, welches er durch einen Aufschluss mit Salpetersäure gewinnt. Im Jahre 1783 können die Brüder Fausto und Juan José Elhuyar das Wolframmetall korrekt darstellen.

wolfram

Name Wolfram
Symbol W
Ordnungszahl 74
Aussehen gräulich weiß
CAS-Nummer 7440-33-7
Serie Übergangsmetalle
Gruppe Chromgruppe



Wie kam Wolfram zu seinem Namen?

Agricola nennt das Element zunächst „lupi spumen“, also Wolfsspucke. Später ändert Wallerius diesen Namen und er nennt seine Entdeckung „tung sten“. Der Begriff kommt aus dem Schwedischen und bedeutet so viel wie schwerer Stein. Während sich im englischsprachigen und französischen Raum eher der Tungsten durchgesetzt hat, sprechen die deutschen Chemiker immer noch vom Wolfram.

Welche Eigenschaften hat Wolfram?

Physikalisch gesehen ist Wolfram ein festes Übergangsmetall. Es ist gräulich-weiß und fängt schnell an zu glänzen. Mit 3422 °C besitzt Wolfram den höchsten Schmelzpunkt aller Elemente des Periodensystems. Bei einer Temperatur von 5555 °C fängt Wolfram an zu sieden und gehört somit auch zu den Elementen, die einen hohen Siedepunkt aufweisen. Wolfram ist außerdem ein Supraleiter.

Wo ist Wolfram enthalten? Wie entsteht es?

In reiner Form kommt Wolfram nicht in der Natur vor, jedoch befindet sich in der Erdkruste unreines Wolfram. Dieses liegt häufig in Form von Oxiden vor oder als Wolframat. Im Erzgebirge gibt es ein großes Vorkommen an Wolframerzen. Gewinnen lässt sich Wolfram durch die Herstellung von Wolframtrioxid, welches verglüht wird. Das anschließend entstehende graue Pulver wird später verdichtet und geschmolzen.

Wofür braucht man das Element?

Wolfram wird hauptsächlich dazu verwendet, um Drähte für Glühbirnen herzustellen. Diese bestehen aus Wolfram und leuchten bei der Stromzufuhr. Verwendet wird dieses Metall, da es einen hohen Schmelzpunkt besitzt und so die hohen Temperaturen aushalten kann. Aus Wolfram werden ebenfalls spezielle Werkzeuge hergestellt.

Was sind seine chemischen Eigenschaften und Besonderheiten?

Chemisch gesehen zählt Wolfram zu den widerstandsfähigen Metallen. Spezielle Säuren können dem Metall nichts anhaben, aber es lässt sich leicht auflösen in einer Mischung aus Salpeter- und Flusssäure.


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