Uran

Uran im Periodensystem der Elemente

Das chemische Element Uran befindet sich im Periodensystem in der siebten Periode, im f-Block und gehört zu der Gruppe der Aktinoide. Sein Elementsymbol ist U und seine Ordnungszahl ist 92.

uran

Name Uran
Symbol U
Ordnungszahl 92
Aussehen silbrig weiß
CAS-Nummer 7440-61-1
Serie Actinoide
Gruppe Actinoide



Wann und von wem wurde Uran entdeckt?

1789 gelang es dem deutschen Apotheker und Chemieprofessor Martin Heinrich Klaproth, Uran aus Pechblende zu isolieren. Über diese Entdeckung informierte Klaproth am 24. September 1789 die Preußische Akademie der Wissenschaften. Der Chemieprofessor kam zu seiner Entdeckung, als er das Erz analysierte. Sein Vorgehen bestand darin, das Erz mit Säure zu behandeln und es stark zu erwärmen. Als Ergebnis bekam er ein schwarzes Pulver. Dieses nannte Klaproth Uran. Der Wissenschaftler entdeckte jedoch nicht das eigentliche Element, sondern ein Oxid. Erst 1841 konnte der Franzose Eugène Peligot reines Uranmetall gewinnen.

Wie kam Uran zu seinem Namen?

Im Jahr 1781, acht Jahre vor der Entdeckung des Elements durch Klaproth, entdeckte Friedrich Wilhelm Herschel den Planeten Uranus. Dieser erhielt seinen Namen von dem griechischen Himmelsgott Uranos. Das Element nannte man ursprünglich Uranit. Erst 1790 folgte die Umbenennung in Uranium.

Welche Eigenschaften hat Uran?

Uran ist ein Metall mit folgenden Eigenschaften: es ist silber-weiß, sehr schwer (dicht) und relativ weich. Es wird von den meisten Säuren aufgelöst. Die Basen greifen ihn jedoch nicht an. Wenn Uran an der Luft ist, wird es von einer Oxidschicht überzogen. Uran und seine Zerfallsprodukte sind für die Entstehung einiger Tochternuklide verantwortlich, zum Beispiel, von Edelgas Radon. Der fein verteilte Zustand von Uran führt zur Selbstentzündlichkeit des Elements. Giftig sind Uranverbindungen.

Wo ist Uran enthalten und wie entsteht es?

Etwa 200 Uranmineralien kommen in der Natur vor. Das heißt, Uran findet man nicht in Form von reinem Metall. Die wichtigsten Verbindungen, die Uran enthalten, sind Coffinit und Uraninit(Pechblende). Uran kommt auch in der Erdkruste vor. Als Spurenelement ist es außerdem im normalen Boden enthalten. Es entsteht durch die Zerkleinerung und Anreicherung der Uranerze, wie beispielsweise der Pechblende, durch Flotation. Durch Mischung mit verdünnter Schwefelsäure entsteht die Lösung, wie zum Beispiel, Tributylphosphat. Aus diesen Lösungen kann man Uranverbindungen isolieren. Durch weitere Reaktionen wird schließlich Urantetrafluorid gewonnen, welches mit Magnesium oder Calcium zu reinem Uran reduziert wird.

Wofür braucht man Uran?

Man verwendet Uran und Urandioxid in Kernreaktoren. Angereichertes Uran dient als Kernbrennstoff. Das abgereicherte Uran wird in der Flugzeugindustrie verwendet. Zur Herstellung von Plutonium eignen sich abgebrannte Brennstäbe. Die Verwendung von Uran stellt immer eine besondere Gefahr für die Umwelt dar.

Was sind die chemischen Eigenschaften und Besonderheiten von Uran?

Uran und die Uranverbindungen sind in chemischer und radioaktiver Hinsicht toxisch.


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