Ununtrium

Ununtrium im Periodensystem

Ununtrium ist das 113. Element im Periodensystem. Es gilt als radioaktiv und wird künstlich erzeugt. Der Name „Ununtrium“ gilt als vorläufig. Die Internationale Union für reine und angewandte Chemie hat den vorübergehenden Elementnamen vergeben, welcher sich aus der Ordnungszahl des Elements im Periodensystem ergibt (Un=1, Un=1, Trium=3). Ununtrium gilt als 113. Element, weil es aus Atomen mit 113 Protonen im Kern besteht. Im Periodensystem findet man Ununtrium in der Gruppe 13, Periode 7, Block p.

ununtrium

Name Ununtrium
Symbol Uut
Ordnungszahl 113
Vorkommen künstlich erzeugt
CAS-Nummer
Serie Metalle
Gruppe Borgruppe



Wann wurde Ununtrium entdeckt, und von wem?

Wenn es um die Entdeckung von Ununtrium geht, gibt es zwei Möglichkeiten. Bisher konnte nicht entschieden werden, wer der eigentliche Entdecker des Elements ist. Im Jahr 2012 hat ein japanisches Forscherteam aus dem RIKEN Nishina Center for Accelorator-based Science den Nachweis von Ununtrium gemeldet. Das Team aus Japan hat eine Kette von sechs Zerfallsprodukten von Ununtrium identifiert. Ununtrium zählt zu den sogenannten superschweren Elementen. Diese Elemente gelten als schwer nachweisbar. Ihre Atomkerne sind nicht stabil und können innerhalb kürzester Zeit zerfallen. Das Physikerteam aus Japan erzeugte für die Entdeckung Mega-Kerne im Labor, in dem sie stabile, kleinere Atomkerne aufeinanderschossen. So konnten sie die Zerfallsprodukte beobachten und das Ursprungsatom zu sehen. Aber es gibt noch andere Forscher, die sich als die wahren Entdecker des 113. Elements bezeichnen. 2004 hat ein Forschungsteam aus russischen und amerikanischen Physikern berichtet, das Element 113 und Element 115 im Jahr 2003 hergestellt zu haben. Hier haben die Forscher Americium mit Calcium beschossen. 2006 veröffentlichten Schweizer Forscher den sicheren Nachweis von Ununtrium durch das russisch-amerikanische Team vom Lawrence Livermore National Laboratory und Joint Institute of Nuclear Research in Russia (Dubna). Nach wie vor bleibt strittig, wer das Element wirklich entdeckt hat.

Wie kam Ununtrium zu seinem Namen?

Die Gremien der Internationalen Union für reine und angewandte Chemie (IUPAC) sowie der Internationalen Union für reine und angewandte Physik (IUPAP)sind von den Ergebnissen aus Japan und Russland noch nicht überzeugt. Das Wettrennen um Ununtrium und den endgültigen Namen geht weiter. Fest steht: Wer Ununtrium zweifelsfrei im Labor herstellen kann, darf Namensvorschläge bringen. Bis dahin behält das Element seinen vorläufigen systematischen Namen im Periodensystem.

Eigenschaften, Vorkommen und Besonderheiten

Abgesehen von dem immer noch vorherrschenden Kampf um die endgültige Entdeckung, welches schon eine Besonderheit darstellt, gibt es noch nicht viele Forschungsergebnisse über Ununtrium. Fest steht, dass sein Aggregatzustand fest ist. Das Vorkommen des Elements kann nur vermutet werden. Aufgrund seiner Instabilität könnte Ununtrium wahrscheinlich nur nach astronomischen Ereignissen vorkommen, welche sogenannte Nukleosynthesen zufolge haben. Über die meisten maßgeblichen chemischen und physikalischen Eigenschaften, das genaue Vorkommen des Elements sowie weitere mögliche Besonderheiten wird weiter geforscht.


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