Ununpentium

Ununpentium im Periodensystem

Ununpentium ist ein künstlich erzeugtes chemisches Element aus der Stoffgruppe der Transactinoide. Es wird häufig auch als Eka-Bismut bezeichnet. Das superschwere Element Ununpentium trägt die Ordnungszahl 115 und der Name Ununpentium steht für 115 (lateinisch un-un= 1-1 pente=5). Diese Art der Namensgebung sieht die Nomenklatur der International Union of Pure and Applied Chemistry (IUPAC) für neu entdeckte Elemente vor. Sie ist vorläufig und wird später geändert, wenn der Erst-Entdecker offiziell einen neuen Namen für das Element vergibt.

ununpetium

Name Ununpentium
Symbol Uup
Ordnungszahl 115
Aussehen
CAS-Nummer
Serie Metalle (künstlich erzeugt)
Gruppe Stickstoffgruppe



Wie wurde das Ununpentium entdeckt?

Im Jahr 2004 berichtete die amerikanische physikalische Fachzeitschrift Physical Review von dem Experiment einer Arbeitsgruppe aus russischen und amerikanischen Forschern. Sie hatten mit Hilfe eines Teilchenbeschleunigers im Vereinigten Institut für Kernforschung im russischen Dubna 4 Atome Ununpentium erzeugt, die aber in Sekundenbruchteilen zu Ununtrium zerfielen. Zwei Jahre später gelang es Wissenschaftlern aus der Schweiz durch Beschuss von Americanum-Atomen mit Calcium-Atomen 15 Ununpentium-Atome herzustellen, die sie anhand ihres Zerfallsproduktes Dubnium nachweisen konnten. Bei diesem Experiment wurde gleichzeitig auch das Element Ununtrium (Ordnungszahl 113) entdeckt. Im Jahr 2013 bestätigte ein internationales Wissenschaftler-Team vom Helmholzzentrum für Schwerionenforschung Darmstadt (GSI) die Existenz des Elementes 115. Die GSI-Forscher um Dirk Rudolf von der schwedischen Universität Lund beschossen ebenfalls einen dünnen Film des sehr seltenen Elementes Americanum mit Calzium-Ionen. Beim Verschmelzen der Kerne beider Elemente entstand das neue Element Ununpentium und zerfiel wie fast alle anderen superschweren Elemente in sehr kurzer Zeit. In der Zerfallskette bildeten sich Alphateilchen und Photonen. Mit einem ganz speziellen Detektorsystem waren die Wissenschaftler des Helmholtzzentrums in der Lage, die Energie der Photonen messen und damit das Element eindeutig zu identifizieren. Damit war die Lücke zwischen den Elementen 114 (Flerovium) und 116 (Livermorium), die beide schon länger bekannt sind, geschlossen.

Wozu braucht man das Ununpentium?

Bis jetzt kann man keines der Transactinoide praktisch nutzen, ihre Lebenszeit ist zu kurz um ihre Eigenschaften und ihre Reaktion mit anderen Elementen zu bestimmen, aber man forscht immer weiter mit den Transuranen. Die Wissenschaftler hoffen, eines Tages die sogenannte „Insel der Stabilität“ zu entdecken, also superschwere Elemente, die stabiler sind. Mit ihnen ließen sich auch praktische Anwendungsberteiche, zum Beispiel für neue Werkstoffe und ähnliches finden.


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