Ununoctium

Ununoctium im Periodensystem

Ununoctium (Uuo) oder auch Eka-Radon, Symbolkennzeichnung Eka-Rn genannt, ist ein radioaktives, chemisches Element. Bisher handelt es sich um einen provisorischen Namen, da die Entdeckung noch nicht eindeutig bestätigt werden konnte. Der Name Ununoctium kommt aus dem lateinischen von unus (eins), und octo (acht). Es ist geplant, dass zukünftig der Name Moskowium verwendet werden soll, aber dies muss die International Union of Pure and Applied Chemistry (IUPAC) erst noch bestätigen.

ununoctium

Name Ununoctium
Symbol Uuo
Ordnungszahl 118
Aussehen (künstlich erzeugt)
CAS-Nummer
Serie Edelgase
Gruppe Edelgase



Vorkommen von Ununoctium

Das Element wird künstlich hergestellt und kommt nicht in natürlicher Form vor. Chemisch wird es der Gruppe der Edelgase zugeordnet und zählt zu den Transactinoiden. Es ist das bisher schwerste Element, bestehend aus 118 Protonen, das Menschen bis heute hergestellt haben. Im Periodensystem steht es in Gruppe 18, Periode 7, Block p.

Geschichte von Ununoctium

Die Entstehung des Elementes ist bisher umstritten und von einem Täuschungsversuch überschattet. 1999 wurde der erste Bericht in der Physical Review Letters veröffentlicht, dass im Lawrence Berkeley National Laboratory (USA) Ununoctium hergestellt wurde. Im Jahr danach wurde diese Veröffentlichung widerrufen, da es anderen Wissenschaftlern nicht gelungen ist, die Ergebnisse nachzuvollziehen. 2002 gab es eine Bekanntmachung des Labors, dass deren Mitarbeiter Viktor Nirov die Datenreihen wohl manipuliert hat.
2006 wurde im russischen Dubna noch einmal angekündigt, dass das Element 118 hergestellt werden konnte. Dazu beschoss ein Forscherteam das ebenfalls künstliche Element Kalifornium mit Kalzium Ionen. Den Ionen wurden vorher alle Elektronen entfernt, damit sie entsprechend beschleunigt werden konnten. Da beide Atomkerne positiv geladen sind ist dies von Nöten, damit sie sich entsprechend annähern, um miteinander verschmelzen zu können. So entstand ein neues radioaktives Element, das sich durch den Zerfall in leichtere Atomkerne offenbart hat. Dreimal sei es möglich gewesen Ununoctium künstlich herzustellen und zwar einmal in 2002 und danach noch zweimal 2005. Um das zu erreichen, mussten rund 3000 Stunden Laborarbeit aufgewendet werden.
Ununoctium ist ein sehr kurzlebiges Element, das innerhalb von Millisekunden zerfällt. Chemische Eigenschaften konnten daher bisher noch nicht nachgewiesen werden, da es keine empirischen Ergebnisse gibt. Bisher konnte Uuo nur durch seine signifikanten Zerfallsprodukte nachgewiesen werden.

Zur Zeit haben nur Teilchenphysiker einen Nutzen vom Element „118“, die daraus eine Folgerung bzgl. des Aufbaus der Materie ziehen können. Vielleicht wird es in der Zukunft gelingen eine Anwendung für dieses Element zu finden.


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