Titanium

Titanium im Periodensystem der Elemente

Titan ist ein Metall und steht als chemisches Element in der vierten Nebengruppe des Periodensystems, auch Titangruppe genannt. Seine Ordnungszahl beträgt 22 und es gehört zu den sogenannten Übergangsmetallen.

titanium

Name Titanium
Symbol Ti
Ordnungszahl 22
Aussehen silbrig metallisch
CAS-Nummer 7440-32-6
Serie Übergangsmetalle
Gruppe Titangruppe



Wann und von wem wurde Titan entdeckt?

Entdeckt wurde das Metall Titan 1791 von William Gregor, einem Geistlichen und Amateurchemiker. Er fand es in Titaneisen, auch als Menaccanit bekannt, einem häufig vorkommenden Mineral, dass er im Tal Menaccan im englischen Cornwall fand. Vier Jahre später, fand der deutsche Chemiker Heinrich Klaproth das Metall in Rutilerz. Doch erst im Jahre 1831 gelang es Justus von Liebig, das metallische Titan aus dem Erz zu gewinnen.

Wie kam Titan zu seinem Namen?

Der Name Titan stammt aus der griechischen Mythologie. Die Titanen werden hier als ein mächtiges Göttergeschlecht von Riesen in Menschengestalt beschrieben. Der deutsche Chemiker Heinrich Klaproth, der 1795 das Element im Rutilerz entdeckte, gab ihm diesen Namen.

Welche Eigenschaften hat Titan?

Titan besitzt eine hohe Festigkeit und eine geringe Dichte. Das macht es zu einem idealen Werkstoff, wenn Gewicht gespart werden soll. Das Material ist duktil, was bedeutet, dass es sich plastisch verformen lässt. Bei höheren Temperaturen nimmt es jedoch leicht Sauerstoff, Stickstoff und Wasserstoff auf, so dass es dadurch spröde wird.

Wo ist Titan enthalten und wie entsteht es?

Das Metall wird aus bestimmten Mineralien wie Rutil und Illmenit in einem aufwändigen Verfahren gewonnen. Das Mineral wird dabei in der Hitze mit Chlor und Kohle zu Titanchlorid umgewandelt. Dieses wird dann mit flüssigem Magnesium zu metallischem Titan reduziert.

Wofür braucht man das Element?

Titan wird für hochwertige Legierungen verwendet. Als Zusatz für Stahl, verleiht es diesem selbst in kleinen Konzentrationen eine hohe Zähigkeit und Festigkeit. Außerdem werden Stähle dadurch besonders korrosionsbeständig. Es findet beispielsweise Einsatz bei Schiffspropellern, hochwertigen Fahrrädern oder Golfschlägern.

In der Medizin wird Titan für Implantate eingesetzt, weil bei diesem Metall keine Abstoßungsreaktionen auftreten. Auch beim Zahnersatz wird es häufig statt der teuren Goldlegierungen verwendet.

Die Schmuckindustrie nutzt Titan zur Herstellung von Uhren und Brillengestellen.

Was sind die chemischen Eigenschaften von Titan?

Titan ist beständig gegen verdünnte Säuren und Laugen. Es ist an der Luft korrosionsbeständig, da es eine Schutzschicht aus Oxid bildet. Unter hohen Drücken und Temperaturen reagiert Titan sehr leicht mit anderen Materialien. Hier kann es sogar leicht zu Explosionen kommen. Ein bekanntes Reaktionsprodukt von Titan mit Sauerstoff ist das Titandioxid, das als Bestandteil von weißen Farben bekannt ist.


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