Terbium

Terbium im Periodensystem

Wann wurde es entdeckt, von wem? Und wie kam es zu seinem Namen?

Erstmals entdeckt und nachgewiesen wurde es in Jahre 1843 von Carl Gustav Mosander. Seinen Namen erhielt Terbium nach dem Entdeckungsort, der Grube Ytterby bei Stockholm, Schweden.

terbium

Name Terbium
Symbol Tb
Ordnungszahl 65
Aussehen silbrig weiß
CAS-Nummer 7440-27-9
Serie Lanthanoide
Gruppe Lanthanoide



Welche Eigenschaften hat Terbium?

Terbium gehört zu den seltenen Erden und steht in der Gruppe der Lanthanoide. Es ist ein weiches Schwermetall, von silbrig-grauer Farbe, welches an Sauerstoff schnell anläuft. Bei Raumtemperatur kommt es in hexagonaler Kristallstruktur vor und ist chemisch relativ stabil. Terbium ist paramagnetisch und kommt in der Natur nur als 159 Tb Isotop vor, jedoch können weitere Isotope synthetisch hergestellt werden.

Wo ist Terbium enthalten?

Erstmals gefunden wurde Terbium in den Ytererden, welche zu Beginn der 1840er von Johan Gadolin in der gleichnamigen Gruppe bei Stockholm entnommen wurden. Terbium kommt in der Natur nicht in reiner Form vor, sondern stehts als Verbindung, häufig mit anderen Lathanoiden und als Mineral.

Gewinnung/Herstellung von Terbium

Erstmal in reiner Form wurde Terbium 1945 hergestellt unter Verwendung der Ionenaustauschtechnik.
Terbiumoxid wird mit Hilfe von Fluorwasserstoff zu Terbiumfluorid umgesetzt, welches mittels Calcium zu Terbium reduziert wird.

Wofür braucht man Terbium?

Verwendung findet Terbium zum Beispiel in der Halbleiter-, Metallprüf- und Lasentechnik. So findet man es in Beschichtungen von wiederbeschreibbaren magneto-optischen Disks, Hochtemperatur-Brennstoffzellen oder auch in optischen Isolatoren.

Was sind seine chemischen Eigenschaften, Besonderheiten?

Terbium gehört zu den seltenen Erden und steht in der Gruppe der Lanthanoide. Es ist ein weiches Schwermetall, von silbrig-grauer Farbe, welches an Sauerstoff schnell anläuft. Bei Raumtemperatur ist es chemisch relativ stabil. Terbium ist brennbar und bildet dann braunes Terbium(III,IV)-oxid in feiner Pulverform.
Aggregatzustand: fest (bei Raumtemperatur)
Ordnungszahl: 65
Kristallstruktur: hexagonal
Elektronegativität: 1,2 (nach Pauling)
Schmelztemperatur: 1356°C
Siedetemperatur: 3230°C
Ionisierungsenergie: 563,5kJ/mol (1. Elektron)
1109,6kJ/mal (2. Elektron)
Standardpotential: -2,39V

Welche Sicherheitsmaßnahmen/Gesundheitsrisiken sind zu beachten?

Allgemein sind Terbium und seine Verbindungen als gering toxisch anzusehen. Vorsicht ist jedoch geboten beim Einatmen der Dämpfe und langfristiger Disposition. Terbium kann sich dann im Körper anreichern, zu Schäden der Lunge führen und Leberschäden verursachen.

In der Natur können erhöhte Terbiumwerte durch Benzinausstoßungen und entsorgte Haushaltsgeräte entstehen, dies führt insbesondere bei Wasserlebewesen zu Schäden der Zellmembranen und infolgedessen zu Störungen bei Fortpflanzung und im Nerversystem, ausgelöst durch die starken Terbiumkonzentrationen.


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