Tellur

Tellur im Periodensystem

Tellur steht an der 52. Stelle des Periodensystems. Es zählt zu den Chalkogenen und ist im Periodensystem in der 16. Reihe und der fünften Zeile zu finden. Tellur gehört zur sechsten Hauptgruppe.

tellur

Name Tellur
Symbol Te
Ordnungszahl 52
Aussehen silberweiß
CAS-Nummer 13494-80-9
Serie Halbmetalle
Gruppe Sauerstoffgruppe



Wann wurde Tellur entdeckt, von wem?

Tellur wurde zuerst in Siebenbürgen/Hermannstadt von Franz Josef Müller von Reichenstein (1740-1825) in den Mineralien Nagyagit und Sylvanit entdeckt. Den Charakter des Elements erkannte Martin Heinrich Klapproth (1743-1817) erst 1798 in Berlin.

Wie kam Tellur zu seinem Namen?

Martin Heinrich Klapproth schlug den Namen „Tellur“ vor, weil sich das Element aus der Erde, lat. tellus, gewinnen ließ. Das Symbol „Te“ im Periodensystem prägte J.J. Berzelius 1814.

Welche Eigenschaften hat Tellur?

Tellur ist ein elektrischer Leiter. Es hat ein silberweißes glänzendes Aussehen und besteht aus acht Isotopen. Das Isotop Te 123 wird als Isotop mit der langsamsten Halbwertszeit bezeichnet. Ein Kilogramm Tellur hat eine Radioaktivität von 95 Becquerel.

Wo ist es enthalten? Wie entsteht Tellur?

Tellur kommt noch seltener als Gold vor. In einer Tonne Erde sind 0,01 Gramm Tellur enthalten. Tellur kommt in Verbindung mit Silber, Gold, Platinmetallen, Bismut, Blei und Kupfer vor. Reines Tellurid ist extrem selten. Tellur im Gestein hat eine silberweiß glänzende Farbe und ist relativ weich und lässt sich gut zu Pulver verarbeiten. Tellur-Dämpfe sind braunschwarz. Tellur wird hauptsächlich aus Anodenschlamm bei der Raffinerie von Kupfer gewonnen. Bedeutende Abbaugebiete finden sich in Schweden, Kanada und China. Die weltweite Jahresproduktion liegt bei 175 Tonnen.

Wofür braucht man das Element?

Tellur wird in der High Tech Industrie benötigt. Es wird in Halbleitern und optischen Speicherplatten genutzt. Das Halbmetall erhöht zu einem Anteil, kleiner als ein Prozent, die Korrosionsbeständigkeit in Legierungen von Stahl, Kupfer, Gusseisen. Tellur ist in Dünnschicht-Solarzellen enthalten, wird zum Färben von Glas und zur Vulkanisierung von Gummi benutzt.

Was sind seine chemischen Eigenschaften, Besonderheiten?

Tellur siedet bei 990 ⁰C zu gelbbraunem Tellurdampf. Bei 25 ⁰C geht der Dampf wieder in eine feste Form über. Wird Tellur erhitzt, dann verbrennt es mit blaugrüner Flamme zu Tellur (IV)-oxid zu einem weißen Pulver. Dieses lässt sich nur in konzentrierter Schwefelsäure, Salpetersäure oder Laugen auflösen. Bei rund 880 ⁰C reagiert Tellur mit Zink zu Zinktellurid (ZnTe), ein Pulver das beim Zerreiben rot abfärbt. Aus Tellur und Chlor entsteht Tellur (IV)-chlorid, eine weiße Masse, die Wasser anzieht. Tellurdämpfe sind giftig. Es können Kopfschmerzen und Schwindel entstehen. Der Schweiß reicht nach Knoblauch. Wird des vom Körper aufgenommen, dann bildet sich das Leber- und Nierengift Dimethyltellurid.


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