Strontium

Strontium im Periodensystem

Wann wurde es entdeckt, von wem?

1790 untersuchten Adair Crawford und William Cumberland ein Mineral aus dem schottischen Ort Strontian. Sie hielten es für lufthaltiges Baryt, fanden jedoch einige Unterschiede zu herkömmlichem Baryt. So entdeckten sie erstmals, dass es sich nicht, wie erwartet, um eine Bariumverbindung handelte. Es musste ein anderes, ihnen unbekanntes Element beteiligt sein.

strontium

Name Strontium
Symbol Sr
Ordnungszahl 38
Aussehen silbrig weiß metallisch
CAS-Nummer 7440-24-6
Gruppe Erdalkalimetalle



Wie kam Strontium zu seinem Namen?

1791, ein Jahr nach seiner Entdeckung, benannte Friedrich Gabriel Sulzer das noch namenlose Element nach seinem Fundort Strontian zu Strontianit. 1855 stellte Robert Bunsen erstmals reines Strontium dar. Da es anhand seiner Eigenschaften zu den Erdalkalimetallen gehörte, aber der Name nicht passte, änderte Robert Bunsen den Namen von Strontianit in Strontium um.

Welche Eigenschaften hat Strontium?

Strontium steht in der II. Hauptgruppe des Periodensystems, hat die Ordnungszahl 38 und das chemische Symbol ist Sr. Das silbrig-weiße Leichtmetall gehört zur Gruppe der Erdalkalimetalle. Nur in Reinform glänzt es hellgold. Bei Raumtemperatur ist Strontium fest, jedoch weich und formbar. Seine Atommasse beträgt 87,62u, die Dichte 2,63g/cm³. Die Schmelztemperatur liegt bei 777°C, die Siedetemperatur bei 1380°C.

Wo ist Strontium enthalten? Wie entsteht es?

Strontium kommt in der Natur nicht elementar vor. Es findet sich allerdings in Meerwasser und strontiumhaltigen Mineralen, wie Coelestin und Strontianit.
Gewinnen kann man Strontium durch Schmelzflusselektrolyse von Strontiumchlorid oder durch die Verarbeitung von Strontiumoxid. Dabei reagiert Strontiumoxid mit Aluminiumgrieß zu verunreinigtem Strontium. Durch eine anschließende Vakuumdestillation wird reines Strontium gewonnen.

Wofür braucht man das Element?

Strontium benötigt man zur Herstellung von Kathodenstrahlröhren und Dauermagneten. Auch zur Härtung von Bleiplatten in Akkus und zur Entfernung von Phosphor und Schwefel aus Stahl, zu dessen Härtung wird Strontium verwendet. In der Pyrotechnik findet es Anwendung, da es Flammen karmesinrot verfärben kann. Aus dem gleichen Grund wird Strontium auch für Signalraketen eingesetzt.

Was sind seine chemischen Eigenschaften, Besonderheiten?

Strontium ist das drittreaktivste Erdalkalimetall – nach Barium und Radium. Bei Raumtemperatur reagiert es mit Wasser oder auch feuchter Luft zu Strontiumhydroxid. Mit Wasserstoff reagiert es ebenfalls bei Raumtemperatur, während für die Reaktion mit Halogenen, Sauerstoff, Stickstoff und Schwefel höhere Temperaturen nötig sind. Hält man reines Strontium oder Strontiumverbindungen in eine Flamme, verfärbt sich diese charakteristisch karmesinrot.


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.