Stickstoff

Stickstoff im Periodensystem der chemischen Elemente

Das Element Stickstoff

Achtundsiebzig Prozent unserer Luft besteht aus dem gasförmigen Element Stickstoff. Für uns Menschen ist Stickstoff völlig geschmacks- und geruchsneutral sowie farblos. Daher wird es, genau wie Sauerstoff, von unseren Sinnesorganen nicht wahrgenommen, – außer in der Form von Luft. In reiner Form ist Stickstoff gesundheitlich völlig neutral.
Im Gegensatz zu Sauerstoff wird Stickstoff einfach wieder ausgeatmet. Als chemisches Zeichen wurde der Buchstabe N gewählt, den Anfangsbuchstaben der lateinischen Bezeichnung Nitrogenium. Die Ordnungszahl lautet 7.

stickstoff

Name Stickstoff
Symbol N
Ordnungszahl 7
Aussehen farbloses Gas
CAS-Nummer 7727-37-9
Serie Nichtmetall
Gruppe Stickstoffgruppe



Entdeckung von Stickstoff

Schon die Alchimisten der Ägypter stellten aus Kamelmist Salmiak her, was nichts anderes ist als Ammoniumchlorid, eine natürliche Stickstoffverbindung mit Wasserstoff und Chlor. Das war den Ägyptern natürlich nicht bekannt, aber sie nutzten die positiven Wirkungen des Ammoniumsalzes, die wir auch heute noch in Salmiakpastillen finden.

Im Jahr 1771 entdeckte der deutsche Chemiker Carl Wilhelm Scheele als erster die Gase Stickstoff und Sauerstoff als Bestandteile der Luft. Nur kurze Zeit später im Jahr 1772, aber unabhängig von Wilhelm Scheele, entdeckte der schottische Botaniker Daniel Rutherford ebenfalls den Stickstoff in der Luft. Jedoch war er der erste, der dem neu entdeckten Gas Elementeigenschaften zuschrieb.

Eigenschaften von Stickstoff

Die Bezeichnung Stickstoff deutet darauf hin, dass reiner Stickstoff Feuer löscht („erstickt“) oder Lebewesen ersticken lässt. Daher eignet sich Stickstoff ideal zur Brandbekämpfung elektrischer und elektronischer Anlagen, indem der Raum komplett mit reinem Stickstoff geflutet wird. Der benötigte Sauerstoff wird einfach verdrängt und so das Material geschont.
Verwendung findet Stickstoff hauptsächlich als Verbindung mit anderen Elementen.
Die Verbindungen mit Sauerstoff sind unter den Sammelbegriffen Stichstoffoxyde, Stickoxyde oder Nitro Gase bekannt. Diese Oxide können sich nur unter erheblicher Energiezufuhr bilden. Sie verhalten sich gegenüber Wasser, als säurebildend und wirkt so reizend und giftig, was in der Atmosphäre sehr unerwünscht ist.

Stickstoff, unentbehrlich für Mensch und Natur

Stickstoff und Stickstoffverbindungen sind für das Leben auf der Erde unentbehrlich. Zwar brauchen Menschen und Tiere Stickstoff nicht zum Atmen, dennoch ist das Element ein wichtiger Bestandteil aller Lebewesen. Dies wurde schon im neunzehnten Jahrhundert entdeckt. Im menschlichen Körper tritt Stickstoffmonoxid als Botenstoff auf.
Als wichtigstes Element der Proteine und Proteide (Eiweißstoffe) und der DNS ist Stickstoff somit auch Baustein aller Enzyme zur Steuerung des pflanzlichen, tierischen und menschlichen Stoffwechsels.

Pflanzen können, außer einer kleinen Anzahl von Mikroorganismen, den Stickstoff der Luft nicht ohne weiteres nutzen. Im Wasser und im Boden zeigt sich Stickstoff als Nitrat und Nitrit (Salze). Diese werden von Pflanzen unter anderem zur Eiweißherstellung und für die Produkte der Photosynthese genutzt, was letztendlich der Wachstumsförderung dient. Die Aufnahme des Stickstoffs aus dem Boden, wird durch die Symbiose der Pflanzen mit sogenannten Knöllchenbakterien erreicht.


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