Seaborgium

Seaborgium im Periodensystem der chemischen Elemente

Entdeckung und Namensgebung von Seaborgium

Seaborgium (Synonym Eka-Wolfram) ist ein chemisches Element, das im Jahre 1974 erstmalig in der Sowjetunion (Dubna) und in den USA (Kalifornien) erzeugt wurde. Das noch bis 1997 den Namen Unnilhexium (Unh) tragende Element wurde in diesem Jahr nach dem US-amerikanischen Chemiker Glenn T. Seaborg (* 1912 † 1999) benannt. Glenn T. Seaborg war die erste lebende Person, nach der ein chemisches Element benannt wurde. Für seine Entdeckungen chemischer Transuranelemente erhielt er 1951 den Nobelpreis für Chemie. Neben den Transuranen entdeckte er über 100 Isotope chemischer Elemente.

seaborgium

Name Seaborgium
Symbol Sg
Ordnungszahl 106
Aussehen künstlich erzeugt
CAS-Nummer
Serie Übergangsmetalle
Gruppe Chromgruppe



Seaborgium im Periodensystem

Im Periodensystem, in dem Sie alle chemischen Elemente finden, trägt Seaborgium das Elementensybol Sg. Seaborgium gehört zur Gruppe der Transactinoiden, die chemische Elemente mit Ordnungszahlen über 104 enthält. Seaborgium trägt die Ordnungszahl 106. Es befindet sich in der 7. Periode im d-Block.

Seaborgium Entstehung

Die Wissenschaftler Georgi Nikolajewitsch Fljorow und Juri Zolakowitsch Oganessian erzeugten das Element erstmalig im Kernforschungszentrum Dubna 1974. Hierbei richeten sie einen Teilchenbeschleuniger mit einem Chromionenstrahl (Cr 54/ 24) auf das Bleimaterial Pb (208/ 82) aus. Es entstand Seaborgium Sg mit der Ordnungszahl 106 und der Massenzahl 261. Im selben Jahr arbeiteten die US Amerikaner Albert Ghiorso und Glenn T. Seaborg an der Universität von Kalifornien, Berkeley mit den Elementen Californium (Cf 249/ 98) und mit Sauerstoff (O 18/8). Dabei synthesierten sie Seaborgium Sg mit der Ordnungszahl 106 und der Massenzahl 263.

Seaborgium Eigenschaften

Alle Seaborgium-Isotope sind radioaktiv, das bedeutet sie wandeln sich spontan in andere Atomkerne um und senden ionisierende Strahlungen aus. Sg ist leicht zerfallbar. Schätzungen besagen, dass das Element eine relative Atommasse von 263,1182 u hat. Der Schmelzpunkt beträgt um die 2800 o Grad. Der Siedepunkt liegt bei 6500 o C. Somit weist Seaborgium einen höheren Schmelz- und Siedepunkt als die benachbarten Elemente Wolfram, Dubnium und Bohrium auf. Chemiker vermuten bei Seaborgium eine Dichte von 23,2 g/cm3.

Seaborgiumisotope

Insgesamt gibt es 14 Seaborgiumisotope
Isotop Entdeckungsjahr
258Sg 1994
259Sg 1985
260Sg 1985
261gSg 1985
261mSg 2009
262Sg 2001
263mSg 1974
263gSg 1994
264Sg 2006
265Sg 1993
266Sg 2004
267Sg 2004
268Sg unbekannt
269Sg 2010
270Sg unbekannt
271Sg 2003
Stabilste Isotope
271Sg Halbwertszeit 1.9 min
269Sg Halbwertszeit 2.1 min
267Sg Halbwertszeit 1.4 min

Vorkommen von Seaborgium

Da Seaborgium ein künstlich erzeugtes Element ist, finden Sie es nicht in der Natur.

Nutzen

Sg wird auschließlich zu Forschungszwecken verwendet. Über weitere Anwendungen ist nichts bekannt.


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