Schwefel

Schwefel im Periodensystem der chemischen Elemente

Wann und von wem wurde Schwefel entdeckt?

Bereits um das Jahr 5000 v. Chr. wurde Schwefel von den alten Ägyptern dazu benutzt, um Textilien zu bleichen und zu räuchern. Aufgrund seiner Brennbarkeit und Farbe nahm man im Mittelalter an, dass Schwefel ein Produkt der Hölle sei. Erst im Jahr 1777 definierte der Franzose Antoine de Lavoisier Schwefel als eigenständiges Element. Seit 1814 wird Schwefel im Periodensystem mit dem Buchstaben „S“ geführt.

schwefel

Name Schwefel
Symbol S
Ordnungszahl 16
Aussehen gelb
CAS-Nummer 7704-34-9
Serie Nichtmetall
Gruppe Sauerstoffgruppe



Wie kam der Schwefel zu seinem Namen?

Der altlateinische Name „Sulpur“ stammt vermutlich von dem Wort „Sulvere“ ab, was soviel wie Schlafen bedeutet (durch Einatmen der giftigen Dämpfe geht man – für immer – schlafen). Aus diesem Wortstamm entwickelte sich im Laufe der Zeit dann das deutsche Wort „Schwefel“.

Welche Eigenschaften hat Schwefel?

Im seinem reinen Zustand ist Schwefel eine gelblich kristalline, schwere und farblose Substanz, die sich im Wasser nicht auflösen lässt. Die Dichte von Schwefel beträgt bei 20° Celsius etwa 2,07 g pro cm³. Schwefel gehört zu den hygroskopischen Stoffen, da er Feuchtigkeit aus der Luft anzieht. Schwefel reagiert bei hoher Temperatur sehr leicht mit vielen Metallen und bildet dabei Sulfide, wobei Schwefel selbst ein Nichtmetall ist.

Worin ist Schwefel enthalten und wie entsteht er?

Schwefel ist beispielsweise in eiweißreichen Nahrungsmitteln enthalten, da er eine wichtige Rolle im Eiweißstoffwechsel und bei der körperlichen Entgiftung spielt. In der Medizin wird Schwefel, aufgrund seiner entzündungshemmenden Wirkung, zur Heilung von Hautkrankheiten eingesetzt. Schwefel kommt beispielsweise auch im menschlichen Haar vor. Er kann auf zwei Arten gewonnen werden: Entweder als reiner, elementarer Stoff (dieser ist oft auch im Umgebungsbereich von Vulkanen zu finden) oder in Form seines Oxids bei der Verbrennung von sulfidischen Erzen.

Wofür braucht man das Element?

Ein sehr großer Teil des auf der Erde gewonnenen Schwefels (etwa 90%) wird verwendet, um in der chemische Industrie die Herstellung von Schwefelsäure durchzuführen. Dies passiert mittels des sogenannten Kontaktverfahrens. Schwefel wird chemisch und pharmazeutisch genutzt. Es werden unter anderem Produkte, wie Insektizide, Düngemittel und verschiedene Farbstoffe erzeugt.

Was sind seine chemischen Eigenschaften und Besonderheiten?

Schwefel weist im Periodensystem die Ordnungszahl 16 auf. Sein Schmelzpunkt liegt bei etwa 113° Celsius, der Siedepunkt bei 445° Celsius. Schwefel verbrennt mit blauer Flamme. Es gibt 25 bekannte Schwefelisotope, von denen jedoch nur vier stabil sind.


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