Samarium

Samarium im Periodensystem

1879 entdeckte der französische Forscher namens Paul Emile Lecoq de Boisbaudran das Element im Mineralgestein Samarskit, welches aus Uran und Tatal besteht. 32 Jahre später erfolgte die allererste Reindarstellung. Samarium ist mittlerweile das fünfte Element aus der Lanthanoiden Reihe. Die Häufigkeit am Aufbau der Erdkruste ist dabei mit einem Gewichtsprozent von 0,0006 angegeben. Als wichtigstes Ausgangsmaterial gilt dabei das Monazit Mineral.

samarium

Name Samarium
Symbol Sm
Ordnungszahl 62
Aussehen silbrig weiß
CAS-Nummer 7440-19-9
Serie Lanthanoide
Gruppe Lanthanoide



Chemische Eigenschaften von Samarium

Samarium ist für gewöhnlich in einer Form von zwei Erzen zu finden. Mittlerweile wird es immer mehr zur Politur von Glas und zur Herstellung von Katalysatoren von Fahrzeugen verwendet. Eine Gefahr kann das Element allerdings am Arbeitsplatz darstellen, da die Gase und Dämpfe die Gesundheit negativ beeinträchtigen können. Besonders bei langfristigen Belastungen kann es eine Lungenembolie verursachen. Auch ist ein Angriff auf die menschliche Leber möglich.

Auswirkungen von Samarium

Der Ausstoß von Samarium an die Umwelt, erfolgt über verschiedene Prozesse, wobei der Hauptverursacher die Ölindustrie ist. Aber auch durch das Entsorgen von Geräten aus dem Haushalt kann Samarium freigesetzt werden. Dabei kann es zu erhöhten Konzentrationen im Bereich des Erdbodens und bei Gewässern kommen. Bei Lebewesen im Wasser können Schädigungen an den Zellen entstehen und eine Schädigung beim Nervensystem hervorrufen.

Wofür wird Samarium verwendet?

In der Medizin wird Samarium zur Behandlung bei Therapieverfahren von Tumoren (zum Beispiel bei Brustkrebs oder Prostatakrebs) eingesetzt. Da durch die verschiedenen Therapieverfahren die Lebensqualität der betroffenen Personen verbessert werden kann, ist ein Einsatz hier sehr sinnvoll. Gerade bei starken Schmerzen, kann es als effizientes Schmerzmittel (sogenannten Opiaten) zum Einsatz kommen.
Samarium ist in der Lage eine deutliche Linderung bei den Schmerzen die durch Knochenmetastasen hervorgerufen wurden, beizusteuern. Außerdem zeichnet es sich durch eine sehr gute Verträglichkeit aus. Aufgrund der chemischen Eigenschaften, ist es in der Lage an Stellen von hohem Knochenstoffwechsel gespeichert zu werden. Somit bleibt das blutbildende Knochenmark von der Bestrahlung fast verschont. Das Ziel ist es dabei, eine verminderte Freisetzung der Schmerstoffe von den Metastasen zu erreichen. In den meisten Fällen hält so eine schmerzlindernde Wirkung gut 2 Monate an. Somit kann bei vielen Patienten die Menge der verabreichten Schmerztabletten deutlich verringert werden. Auch ist eine Wiederholung der jeweiligen Behandlung ist jederzeit möglich.


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