Rubidium

Rubidium im Periodensystem der Elemente

Rubidium ist in seiner Konsistenz sehr dem Kalium ähnlich, wobei es jedoch noch reaktionsfähiger und weicher als dieses ist. Das geschmolzene Rubidium ist überaus aggressiv und in der Lage, gar Porzellan und Glas anzugreifen. Frische Schnittflächen weisen einen silbrigen Glanz auf, wobei sie sich jedoch rasch mit einer grauen, matten Oxidationsschicht überziehen. Als eines der unedelsten Metalle, gilt Rubidium als äußerst starkes Reduktions-Mittel, welches mit sämtlichen Nichtmetallen reagiert.

rubidium

Name Rubidium
Symbol Rb
Ordnungszahl 37
Aussehen silbrig weiß
CAS-Nummer 7440-17-7
Gruppe Alkalimetalle




Im Kontakt mit reinem Sauerstoff oder durch Feuchtigkeit gesättigter Luft entzündet sich Rubidium, wobei es mit einer rosa-violetten Flamme verbrennt. Kommt Rubidium in Kontakt mit Wasser, so kommt es zu einer explosionsartigen Reaktion, infolge derer die Base ‚Rubidiumhydroxid‘ gebildet wird. Aus Gründen der Sicherheit wird Rubidium deshalb in einem Vakuum, trockenem mineralischen Öl oder auch in einer Atmosphäre aus Inertgasen aufbewahrt.

Entdeckung von Rubidium

Entdeckt wurde Rubidium im Jahr 1861 im pfälzischen Bad Dürkheim von dem Chemiker Robert Bunsen und dem Physiker Gustav Kirchhoff, die dabei waren, die erst kürzlich erschlossene ‚Max-Quelle‘ spektroskopisch zu analysieren. Dabei gelang es Robert Bunsen, Rubidiumsalze aus dem Quellwasser von anderen Alkali-Metallsalzen zu isolieren, wobei er aus sage und schreibe 44 200 Litern Quellwasser ganze 9 Gramm des Rubidiumsalzes gewinnen konnte.
Seinen Namen erhielt das Rubidium aufgrund seiner dunkelroten Spektralfarbe in Ableitung des lateinischen Wortes ‚rubidus‘. Bereits zwei Jahre nach Gewinnung des Rubidiumchlorids gelang es Bunsen, durch Schmelzflusselektrolyse des Rubidiumchlorids ein reines Rubidium herzustellen.

Gewinnung von Rubidium

Ein Gemisch aus Cäsiumkarbonat, Kaliumkarbonat sowie Rubidiumkarbonat fällt an bei einer Verarbeitung von Lepidolith. Dieses Gemisch wird durch eine sogenannte ‚fraktionierte Kristallisation‘ getrennt, wobei eine unterschiedliche Löslichkeit der Salze in Wasser ausgenutzt wird. So kristallisieren jene Salze, welche am schlechtesten löslich sind, als erstes aus. Das reine Metall wird dann durch eine Reduktion im Wasserstoffstrom entweder mit Magnesium oder Kalzium erhalten.

Rubidium Vorkommen

Stehend an 31. Stelle der Häufigkeit der Elemente, liegt Rubidium zwischen Yttrium und Zinn und kommt in elementarer Form in der Natur nicht vor. In Mineralwasser sowie auch in Meerwasser finden sich hingegen Spuren von Verbindungen des Rubidium.

Verwendung von Rubidium

Aufgrund der Tatsache, dass die Herstellung von Rubidium äußerst kostenintensiv ist, findet dieses in der Technik lediglich geringe Verwendung. So dient es in verschwindend kleinen Mengen zur Fabrikation von Hochleistungslampen, Vakuumröhren und Fotozellen. Salze wie Rubidiumbromid oder -chlorid werden in der Medizin als Mittel gegen Schmerzen oder zur Beruhigung eingesetzt.
Darüber hinaus findet Rubidium Verwendung in wissenschaftlicher Forschung.

Noch ist die Funktion des Rubidium als Spurenelement im Menschen nicht eindeutig geklärt, jedoch wird vermutet, dass dieses von Bedeutung bei der Übertragung von Impulsen im neuralen System sein könnte.


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