Rhodium

Rhodium im Periodensystem

Wann wurde Rhodium entdeckt, von wem?

In Südamerika wurde das Rohplatinerz „Rhodium“ im Jahre 1803 durch den englischen Chemiker, Arzt und Physiker William Hyde Wollaston gefunden. Wollaston wurde am 06. August 1766 ins East Dereham, Norfolk England, geboren wurde. Nach ihm wurde auch der See Wollaston Lake, der Mondkrater Wollaston sowie das „Mineral Wollastonit“ benannt. Unter die chemischen Elemente fällt auch das Rhodium, es trägt die Ordnungszahl 45 und sein Elementsymbol ist „Rh“.

rhodium

Name Rhodium
Symbol Rh
Ordnungszahl 45
Aussehen silbrig weiß
CAS-Nummer 7440-16-6
Serie Übergangsmetalle
Gruppe Kobaltgruppe



Wie kam Rhodium zu seinem Namen?

Wollaston vergab den Namen Rhodium anhand der Farbe. Nach der Behandlung von Rhodium bzw. Rhodiumverbindungen sieht das zurückgebliebene Salz rosenrot aus bzw. hat eine rosenrötliche Verfärbung. Daraufhin wählte Wollaston aus dem griechischen den Namen „ρόδου rhodeos“ aus.

Welche Eigenschaften hat Rhodium?

Rhodium ist ein hartes, hochschmelzendes und silberweißes Edelmetall, was härter als Platin oder Gold ist. Dagegen besitzt es die Eigenschaft, dass es zwar zäh ist, aber trotzdem ist es gut zu bearbeiten, beispielsweise durch Hämmern. Eine ergänzende Eigenschaft liegt darin, dass es dehnbar ist. Formuliert man es allgemein, kann man sagen, dass es mit anderen Platinmetallen verglichen werden kann. Der Schmelzpunkt liegt bei 1966°, die Dichte beträgt 12,41 g/cm3. Des Weiteren besitzt Rhodium die höchste Leitfähigkeit, bezogen auf Elektrizität und Wärme. Ferner wird es unter 0,9 Kelvin zum Superleiter.

Wo ist Rhodium enthalten? Wie entsteht es?

Das Hauptvorkommen des Rhodiums liegt am meisten in sulfidischen Nickel Kupfer Erzen. Diese kommen am ehesten in Südafrika, Mexiko, Kanada und Sibirien vor. Die Gewinnung von Rhodium ist wie bei den anderen Platinmetallen äußerst schwierig und aufwendig. Sie lassen sich sehr schwer trennen, was darauf zurückzuführen ist, da sie sich gleichen. Ein weiterer Grund liegt in der geringen Reaktivität der Platinmetalle.

Die Gewinnung von Rhodium erfolgt meist aus dem Hauptausgangsstoff „Anodenschlamm“. Dieser kommt vor allem bei Kupfer und Nickelprodukten bei der Verarbeitung durch Elektrolyse als Nebenprodukt vor und kann so gewonnen werden. Löst man nun diese weiter auf, trennen sich Platin, Gold und Palladium ab, währenddessen Rhodium, Silber sowie Silberchlorid, Ruthenium, Osmium und Iridium ungelöst zurückbleiben. Damit man reines Rhodium erhält, müssen weitere Vorgänge, wie beispielsweise das Schmelzen mit Natriumhydrogensulfat durchgeführt werden. Damit nun das elementarische Rhodium entsteht, wird aus dem bis dato gewonnenen Rückstand durch Digerieren mit Salzsäure der lösliche (NH4)3[RhCI6]-Komplex gebildet. Anschließend wird durch verdampfen das restliche Wasser entfernt. Fügt man nun Wasserstoff hinzu, reduziert es sich bis auf das Metallpulver.

Wofür braucht man das Element?

Rhodium wird meist in der Fahrzeugindustrie zur Herstellung von Katalysatoren verwendet. Sehr gerne wird es ebenfalls bei der Herstellung von Schmuck, Uhren und Brillenfassungen hergenommen. Auch als Heizspirale oder Thermoelemente kann man Platin-Rhodium-Legierungen sehr gut verwenden.

Was sind seine chemischen Eigenschaften, Besonderheiten?

Da Rhodium sehr reaktionsträge ist, reagiert es erst ab Temperaturen über 600°C auf Sauerstoff und wir zu Rhodium(III)-oxid bzw. -chlorid. Reaktives Halogen Fluor wird erst bei hoher Hitze zu Rhodium(VI)-Fluorid. Aufschließen lässt es sich durch Salzschmelze die auf das Rhodium reagieren.


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