Radon

Radon im Periodensystem

Das zu den Edelgasen zählende Element Radon, mit der Ordnungszahl 86 im Periodensystem, wurde 1900 von dem Hallenser Ernst Dorn entdeckt. Er nannte es Radium-Emanation, dass aus Radium Herausgehende. Um 1908 wurde genügend von dem Gas isoliert, um seine genaue Dichte zu bestimmen. Die englischen Forscher William Ramsay und Robert Whytlaw-Gray nannten es aufgrund seiner besonderen Eigenschaft im Dunkeln zu leuchten, Niton. In Anlehnung an das Element Radium, wurde es 1934 Radon genannt.

radon

Name Radon
Symbol Rn
Ordnungszahl 86
Aussehen farblos
CAS-Nummer 10043-92-2
Serie Edelgase
Gruppe Edelgase



Eigenschaften von Radon

Radon ist ein farbloses, geruchloses und radioaktives Gas. Es ist ca. 7 mal schwerer als Luft und somit das Schwerste aller vorkommenden Gase. Das Edelgas leuchtet im Dunkeln.

Radon Vorkommen

Radon ist ein natürlich vorkommendes Element, das auf der Erde sehr selten ist. Es kommt hauptsächlich in der Luft vor, aber auch in verschiedenen sehr tiefen Quellen. Es gelangt auch unter anderem durch Uran- und Phosphat-Abbaubetriebe in die Umwelt. Bei der Verbrennung von Kohle, löst sich das in der Kohle gebundene Radon und gelangt ebenso in die Luft. In der Umgebung von Vulkanausbrüchen kommt Radon häufiger vor, wie auch in verschiedenen Gesteinen und in Bergwerken. Es entsteht als Nebenprodukt beim Zerfall von Uran, Radium und Thorium. Im Labor wird Radon hergestellt, in dem eine Radiumsalzlösung für mehrere Wochen, in einem verschlossenen Gefäß stehen gelassen wird. Das durch den radioaktiven Zerfall gebildete Radon, wird abgesaugt und gesammelt.
Das Edelgas hat kaum industriell nutzbare Anwendungsmöglichkeiten, außer zum Beispiel bei der Dichtheitsprüfung unterirdischer Gasleitungen. Mehr oder weniger umstritten sind die Einsatzmöglichkeiten in der Medizin. Es wurde bei der Behandlung von Krebs und rheumatischen Erkrankungen eingesetzt. Noch heute findet es Anwendung in verschiedenen Heilbädern, unter Anderem zur Stärkung des Immunsystems.

Verwendung von Radon

Bei Erdbebenvoraussagen stützen sich einige Länder auf Radonmessungen. Bei leichten Erschütterungen wird die erhöhte Radonkonzentration registriert.
Wie alle Edelgase ist das Element Radon fast nicht chemisch reaktiv. Ausnahme: mit Fluor reagiert es zu Radonfluorid. Beim Abkühlen unter seinem Schmelzpunkt, erzeugt Radon ein gelbes bis orangefarbenes Licht. Als Füllung in Gasentladungsröhren wird ein rotes Licht erzeugt. Der Schmelzpunkt des Elementes liegt bei -71C° und der Siedepunkt bei -61,8C°. Die Halbwertzeit für Rn222 beträgt 3,823 Tage.
Das radioaktive Gas ist gesundheitsgefährdend, weil es bei Inhalation Lungenkrebs verursacht.


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