Radium

Radium im Periodensystem

Das Element Radium wird den sogenannten Erdalkalielementen zugeordnet. Die Eheleute Curie fanden es, nachdem die Strahlung von Uran durch Becquerel untersucht wurde. Denn durch diesen Versuch bemerkten sie, dass sich in den sogenannten Pechblenden noch ein weiteres Element befand: das Radium. Der Name lässt sich vor allem durch die radioaktiven Eigenschaften des Elementes erklären.

radium

Name Radium
Symbol Ra
Ordnungszahl 88
Aussehen silbrig weiß metallisch
CAS-Nummer 7440-14-4
Gruppe Erdalkalimetalle



Eigenschaften von Radium

Radium ist ein Erdalkali-Element, welches eine weiche Konsistenz aufweist. Äußerlich erscheint es in einem glänzenden Silber. Sollte es mit Sauerstoff in Kontakt kommen, reagiert es sehr schnell und beginnt zu oxidieren. Des Weiteren ist eine rasche Reaktion mit Wasser zu erkennen.

Wo ist Radium enthalten?

Radium ist, wie oben schon erwähnt eine Art Bestandteil von Uran und ist in den unterschiedlichen Uranerzen enthalten.

Wofür wird Radium genutzt?

Radium wird unter anderem in diesen beiden Bereichen eingesetzt:

  • Radio-Onkologie
  • Physik-Bereich

In der Radio-Onkologie wurde das Element Radium häufig im Bereich der Krebstherapie eingesetzt, in der sogenannten Brachytherapie. Die Gebiete, in denen Radium im Speziellen Anwendung fand beziehungsweise findet, sind die Behandlung der Erkrankungen des Gebärmutterhalses und der Prostata.

Im Bereich der Physik findet Radium vor allem an Schulen im Unterricht Verwendung. So werden Radiumpräparate zur Abbildung von Alphastrahlungen genutzt.

Ist Radium schädlich für Menschen?

In früheren Zeiten wurde Radium als ungefährlich für den Menschen angesehen. Im Gegenteil, es wurden die Eigenschaften des Elementes genutzt, um schwere Erkrankungen, wie das oben erwähnte Krebsleiden zu lindern. In einigen Kurorten wurden sogar sogenannte Radium-Solebäder errichtet. Doch ab dem Jahr 1920 wurde bekannt, dass Radium sehr schädlich für den menschlichen Körper sein kann. Zum Beispiel bekamen einige sogenannte Ziffernblattmalerinnen Tumore im Mundbereich, welche auf die radioaktiven Eigenschaften des Elementes und den Kontakt der Malerinnen mit diesem zurückzuführen war. Bis zu dem Jahr 1931 wurden zudem Getränke mit Radiumelementen zum Verkauf angeboten. Im Jahr 1932 starb jedoch ein bekannter Stahlunternehmer, mit dem Namen Eben Byers, über welchen bekannt war das dieser jeden Tag zwei Flaschen dieser Getränke zu sich nahm. Nach intensiven Untersuchungen stand fest, dass es auch an den Bestandteilen des Radiums lag, dass er starb. Spätestens ab diesem Zeitpunkt stand fest das Radium keineswegs unbedenklich eingenommen werden kann.


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