Nobelium

Nobelium im Periodensystem

Nobelium Entdeckung und Namensgebung

1957 wollte eine schwedische Forschergruppe am Norska Nobelinstitut erstmals dieses Element bei Experimenten in Teilchenbeschleuniger entdeckt haben, allerdings konnten bei einer Wiederholung des Versuchs keine Nobeliumatome nachgewiesen werden, weshalb man mittlerweile davon ausgeht, dass es zu einer Verwechslung mit einem Thoriumisotop gekommen ist. In den folgenden Jahren meldeten auch amerikanische und sowjetische Labore, die sich auf vielen wissenschaftlichen Gebieten einen Wettstreit lieferten, dass sie Nobelium gefunden hätten. Erst ein 1964 eingereichter Bericht über die Entdeckung eines Nobelium-Atoms in Dubna bei Moskau konnte zweifelsfrei bestätigt werden. Trotzdem wurde dieses Element nach dem berühmten schwedischen Physiker Alfred Nobel benannt, der unter anderem das Dynamit erfand. Im Periodensystem wird Nobelium mit No abgekürzt.

nobelium

Name Nobelium
Symbol No
Ordnungszahl 102
Aussehen künstlich erzeugt
CAS-Nummer 10028-14-5
Serie Actinoide
Gruppe Actinoide



Eigenschaften von Nobelium

Nobelium ist ein hochradioaktives Metall und das vorletzte Element aus der Gruppe der Actinoide. Zwölf verschiedene Isotope, von denen No 259 mit 58 Minuten die längste Halbwertszeit hat, sind mittlerweile bekannt. Für chemische Untersuchngen wird meist Nobelium 255 benutzt, obwohl es nur eine Halbwertszeit von etwa drei Minuten hat, weil sich die langlebigeren Isotope nur sehr schwer in größeren Mengen herstellen lassen. Noch ist nicht viel über die Eigenschaften des Elements mit der Ordnungszahl 102 bekannt, aber es scheint sich teils ähnlich wie sein Nachbar-Element Mendelevium und teils wie Ytterbium zu verhalten: Es ist wasserlöslich, unter Normalbedingungen fest und schmilzt wahrscheinlich bei 827°C. Die meisten Nobelium-Isotope zerfallen entweder durch spontane Spaltung oder unter Freisetzung von Alphastrahlung, wobei es aber auch einige, wie zum Beispiel No 255, gibt, die gelegentlich Betastrahlung frei werden lassen.

Vorkommen und Herstellung von Nobelium

Wie alle chemischen Elemente mit Ordnungszahlen über 100 kommt Nobelium in der Natur nicht vor und entsteht nur, wenn leichtere Elemente im Teilchenbeschleuniger beschossen werden. Die meisten Nobelium-Isotope können durch den Beschuss von anderen Actinoiden wie Plutonium, Uran, Curium oder Einsteinium erzeugt werden.

Nobelium Verwendung

Bisher sind keine Verwendungsmöglichkeiten von Nobelium bekannt, da es sich bis jetzt nur in eher geringen Mengen produzieren lässt und recht bald wieder zerfällt.

Zusammenfassung

  • in den 1950er/60er Jahren entdeckt
  • benannt nach dem Schweden Alfred Nobel
  • Abkürzung: No
  • hochradioaktives, künstliches Actinoid mit der Ordnungszahl 102
  • chemische Ähnlichkeiten mit Ytterbium und Mendelevium
  • 12 Isotope bekannt
  • noch nicht ausreichend erforscht



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