Neon

Neon im Periodensystem der Elemente

Das chemische Element Neon (Ne) wurde im Jahr 1898 von dem schottischen Chemiker und Chemie-Nobelpreisträger William Ramsay und seinem wissenschaftlichen Mitarbeiter, dem englischen Professor Morris William Travers entdeckt. Begeistert von der Neuentdeckung, bezeichneten Ramsay und Travers ihren Fund, nach dem griechischen Wort neos (neu), als Neon und ordneten es mit der Ordnungszahl 10 in die 8. Hauptgruppe in das Periodensystem ein.

neon

Name Neon
Symbol Ne
Ordnungszahl 10
Aussehen farbloses Gas
CAS-Nummer 7440-01-9
Serie Edelgase
Gruppe Edelgase



Eigenschaften von Neon

Bei Normalbedingungen ist Neon ein farbloses und geruchsloses einatomiges Gas und wie die anderen von Ramsay ebenfalls entdeckten Edelgase Argon, Krypton, Xenon und Helium, sehr reaktionsträge. Daher sind auch keine chemischen Verbindungen von Neon bekannt. Es existieren lediglich die Ionen Ne +, (NeAr) +, (NeH) + und (HeNe) +, in denen durch massenspektrometrische Untersuchungen, Neon als Bestandteil analysiert werden konnte. Eine besondere Eigenschaft des chemischen Elements ist, dass es unter allen derzeit bekannten chemischen Stoffen, den kleinsten Temperaturbereich besitzt, in dem es in flüssiger Form vorliegt. Dieser liegt zwischen dem Übergang aus dem gasförmigen in den flüssigen Aggregatzustand bei -246,08 °C (27,07 K) und der Erstarrung des Neons, durch geringfügige Temperatursenkung auf -248,45 °C (24,7K). In Luft steigt das Gas auf Grund seiner geringeren Dichte in der Atmosphäre auf. Unter Normalbedingungen lassen sich dabei pro Kubikzentimeter Raumvolumen, 0,0008999 Gramm des Stoffes nachweisen. Neben seiner schlechten Reaktionsfähigkeit, weißt das Neon auch eine wenig günstige Löslichkeit in Wasser auf. Wie bei den weiteren Edelgasen auch, lässt sich bei der Gasentladung von Neon, ein typisches Linienspektrum erkennen. Im Bereich des sichtbaren Lichts, erscheint das Gas während seiner Entladung in einer für es typischen roten Farbe. Der Effekt wird durch die Ionisierung des Neons, mittels eines elektronischen Stroms, der durch das Gas geleitet wird, erzeugt.

Vorkommen von Neon

Im Universum kommt das Gas sehr häufig vor. Auf der Erde dagegen ist es eher seltener zu finden. Bezogen auf den Massenanteil an der Erde, d.h. der Erdkruste und der Ozeane bis etwa 16 km Tiefe, beträgt die Häufigkeit des Neons ungefähr 5,00 x 10^-7 %. Hier ist das Neon in geringen Mengen in Erdgesteinen, wie Granit und Diamanten eingeschlossen. Daneben ist es auch in der Erdatmosphäre enthalten. Gewonnen wird das Edelgas aus seinen Vorkommnissen, als Nebenprodukt, durch die fraktionierte Verdampfung von Flüssiger Luft. Bei diesem Prozess entsteht ein Gasgemisch, in dem Neon und Helium in Stickstoff angereichert sind. Aus diesem Produkt, lässt sich Neon in einem anschließenden Verfahren herausisolieren.

Neon Verwendung

Auf Grund des aufwendigen Gewinnungsprozesses von Neon, gegenüber anderen Edelgasen wie Argon, wird es durch die verbundenen hohen Preise seltener für Anwendungen eingesetzt. Es dient vor allem als Leuchtstoffmittel in Gasentladungsröhren (Neonlampe) und wird durch seine unverwechselbare orangerote Farbe, auch gerne für die Beleuchtung von Werbemitteln (Leuchtreklame) verwendet. Helium und Neon wirken aber auch beim Betrieb von Gaslasern (HeNe-Laser). In flüssiger Form dient Neon auch als Einsatzmittel für Kühlaggregate.


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