Molybdän

Molybdän im Periodensystem

Molybdän (Mo) wurde lange Zeit mit Bleiglanz verwechselt. Namenspate ist darum das griechische Wort für Bleiglanz »molybdaena«. Molybdän besetzt im Periodensystem die Ordnungszahl 42 und gehört zur Gruppe der Übergangsmetalle / 5. Periode. Das Metall erreicht seinen Schmelzpunkt bei 2.623 °C und seinen Siedepunkt bei 4.639 °C. Der Masseanteil von Molybdän liegt bei 0,0013% der Erdkruste, das spezifische Gewicht ist 10,22 g/cm³.

molybdän

Name Molybdän
Symbol Mo
Ordnungszahl 42
Aussehen grau
CAS-Nummer 7439-98-7
Serie Übergangsmetalle
Gruppe Chromgruppe



Molybdän Eigenschaften

Molybdän (Mo) wurde lange Zeit mit Bleiglanz verwechselt. Namenspate ist darum das griechische Wort für Bleiglanz »molybdaena«. Molybdän besetzt im Periodensystem die Ordnungszahl 42 und gehört zur Gruppe der Übergangsmetalle / 5. Periode. Das Metall erreicht seinen Schmelzpunkt bei 2.623 °C und seinen Siedepunkt bei 4.639 °C. Der Masseanteil von Molybdän liegt bei 0,0013% der Erdkruste, das spezifische Gewicht ist 10,22 g/cm³.

In der Natur kommt es vorwiegend in der Form von Hexamolybdän, Molybdänglanz (Molybdänit) oder Wulfenit vor. Die bedeutendsten Abbaugebiete liegen in den Vereinigten Staaten, Kanada, China und Südamerika (Peru und Chile). Das einzige westeuropäische Bergwerk wurde bis 1973 in Norwegen (Knaben) betrieben.

Molybdän Geschichten

1778 gelang es Carl Wilhelm Scheele erstmals aus dem Mineral Molybdänglanz durch Erhitzen mit Salpetersäure weißes Molybdän(VI)-oxid (Wasserbleierde) herzustellen. Im Jahr 1781 konnte Peter Jakob Hjelm das erste, stark verunreinigte Molybdän durch Reduzierung von Molybdän(VI)-oxid (MoO3) mit Kohle gewinnen.

Das metallisch graue Molybdän ist in Reinform ein hochfestes, hartes und gut formbares Metall. Schon geringste Verunreinigungen lassen es verspröden, was anfangs eine wirtschaftliche Nutzung verhinderte. Ende des 19. Jahrhunderts wurde damit begonnen, Molybdän zur Verbesserung von Bruchfestigkeit und Härte in Legierungen zu verwenden.

Molybdän Vorkommen

Reines Molybdän wird heute überwiegend bei der Kupferraffination gewonnen. Das gereinigte Molybdänoxid wird mit Ammoniaklösung ausgelaugt und unter Verwendung einer Säure ausgeschieden. Danach erfolgt eine Reduzierung des Molybdänoxids bei 1.100 °C mit Aluminium oder Wasserstoff zu reinem Molybdän.

Seinen industriellen Einsatz findet Molybdän in Legierungen mit Nickel, Chrom und Eisen zu hochfesten, korrosions- und hitzebeständigen Werkstoffen. Diese Werkstoffe finden überwiegend ihren Einsatz in der Luft- und Raumfahrttechnik. Auch in elektrischen Geräten wie Halogenlampen oder Heizdrähten wird es verarbeitet.

Molybdän Nutzen

Molybdänsulfit wird es als Schmiermittel in Hochtemperaturbereichen eingesetzt. Salze der Molybdänsäure werden bei der Produktion von schwer entflammbarer Schutzkleidung benutzt.

In der Röntgendiagnostik (z. B. Mammographie) und der Nuklearmedizin (in Radionuklidgeneratoren) finden Molybdän oder Molybdän-Isotope ihre Anwendung.
Neben seiner industriellen Verwendung hat Molybdän als Spurenelement für die Physiologie eine Relevanz.

Durch Mangel an Molybdän werden Mutterböden unfruchtbar. Im Boden lebende Bakterien benötigen zur Bindung von Stickstoff ein molybdänhaltiges Enzym (Nitrogenase). Diese Bakterien leben in Symbiose mit Hülsenfrüchtlern (Leguminosen), welche als Tierfutterbereitung und Gründüngung angebaut werden. Molybdän ist ein wichtiges Spurenelement der Leguminosen.

In der Ernährung wird beim Menschen eine tägliche Zufuhr von 50-100 µg als ausreichend angesehen, was sich mit gesunder Mischkost erreichen lässt. Hauptlieferant sind dabei Hülsenfrüchte, Getreide, Innereien und Eier. Molybdänmangel führt beispielsweise zu Störungen der Nerven- und Hirnfunktionen, Benommenheit, Juckreiz oder Nachtblindheit. Eine Molybdänvergiftung kann zu Gicht, Leberschäden, Gelenkmissbildungen oder Ödemen führen.


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