Mendelevium

Mendelevium im Periodensystem der chemischen Elemente

Mendelevium ist ein Element aus der Reihe der Actinoide. Das Element mit der Ordnungszahl 101 ist bereits seit 1955 bekannt und trägt das chemische Symbol „Md“. Es kommt in der Natur nicht vor und kann ausschließlich künstlich erzeugt werden.

mendelevium

Name Mendelevium
Symbol Md
Ordnungszahl 101
Aussehen künstlich erzeugt
CAS-Nummer 7440-11-1
Serie Actinoide
Gruppe Actinoide



Zur Geschichte vom Mendelevium

1955 wurde Mendelevium an der University of California von den fünf Wissenschaftlern Stanley G. Thompson, Albert Ghiorso, Bernard G. Harvey, Gregory Choppin und Glenn T. Seaborg zum ersten Mal im Rahmen der Vervollständigung der Reihe der Actinoide hergestellt. Dabei beschossen die Wissenschaftler ein kleine Menge des ebenfalls künstlichen Elements Einsteinium, welches bei der Explosion von Wasserstoffbomben entstanden war, in einem Zyklotron mit α-Teilchen beschossen. Dabei entstand ein bis dahin noch unbekanntes Element und ein freies Neutron.
Die Wissenschaftler entschieden sich dazu, das neu entdeckte Element „Mendelevium“ zu Ehren von Dmitri Iwanowitsch Mendelejew, dem Erfinder des Periodensystems, zu benennen und schlugen dafür auch das chemische Symbol „Mv“ vor. Allerdings war das Element in den nächsten vierzig Jahren teilweise auch unter der Bezeichnung „Unnilunium“ bekannt, bevor die IUPAC 1994 endgültig den Namen „Mendelevium“ für das Element festlegten. Doch entgegen der Wünsche seiner Entdecker erhielt das Element nicht „Mv“ als chemisches Symbol, sondern stattdessen „Md“.

Mendelevium chemische Eigenschaften:

Mendelevium hat eine atomare Masse von 258u. Es kommt im festen Aggregatzustand vor und ist wie andere Actinoide ein radioaktives Metall mit einer kurzen Halbwertszeit. Bisher sind 13 verschiedene Isotope des Elements bekannt, das häufigste vorkommende und stabilste Isotop ist dabei 258Md und hat eine Halbwertszeit von gerade mal 52 Tagen. Andere Isotope wie 259Md zersetzen sich dagegen durch Spontanzerfall bereits in wenigen Sekunden.
Ein Atom Mendelevium zerfällt durch Alpha-Zerfall wieder in Einsteinium. Andere chemische Eigenschaften des Elements wie beispielsweise ein monovalenter Zustand wurden bisher noch nicht entdeckt, was auch mit der Relevanz des Elements zu tun hat. Denn bisher konnte noch keine ausreichende Masse an Mendelevium produziert werden, um diese ausführlich zu untersuchen, da für die Herstellung jedes Mal Einsteinium produziert werden müsste.

Verwendungszwecke von Mendelevium

Es gibt bisher keine praktische Anwendung, bei der Mendelevium zum Einsatz kommt. Das Element wurde ausschließlich zu Forschungszwecken hergestellt und hat aufgrund seiner radioaktiven Strahlung und der geringen Halbwertszeit auch keinen wirtschaftlichen Nutzen.


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