Meitnerium

Meitnerium im Periodensystem

Entdeckung und Namensgebung von Meitnerium

Erstmals konnte am 29. August 1982 von einer Gruppe deutscher Forscher in Darmstadt ein Meitnerium-Atom nachgewiesen werden. Die Forscher um Peter Armbruster erzeugten es durch den Beschuss von Bismus mit einen Eisenisotop. Dieses Element wurde nach der berühmten Physikerin Lise Meitner benannt, die entscheidend an der Entdeckung der Kernspaltung mitgewirkt hatte. Somit ist es bisher das einzige Element, das nach einer realen Frau benannt wurde. Im Periodensystem wird es mit Mt abgekürzt.

meitnerium

Name Meitnerium
Symbol Mt
Ordnungszahl 109
Aussehen künstlich erzeugt
CAS-Nummer
Serie Übergangsmetalle
Gruppe Kobaltgruppe



Eigenschaften von Meitnerium

Meitnerium ist ein radioaktives Element, von dem bereits mehrere Isotope gefunden wurden. Das Isotop mit der längsten bisher festgestellten Halbwertszeit von 7,6 Sekunden ist Meitnerium 278. Das erste, 1982 gefundene, Isotop war Meitnerium 266 mit einer halbwertszeit von 1,7 ms. Beim Zerfall dieser Atome wird meist Alphastrahlung frei. Vorhersagen zufolge soll es weitere Isotope von Mt 265 bis 281 geben, von denen einige möglicherweise auch Betastrahlung freisetzen könnten. Die Kurzlebigkeit dieses Elements erschwert eine Unteruchung seiner chemischen Eigenschaften enorm, da für chemische Experimente die Halbwertszeit der Isotope mindestens eine Sekunde betragen müsste und die regelmäßige Produktion von neuen Atomen möglich sein müsste.Besonders letzteres bereitet aber bei den Isotopen mit ausreichender Halbwertszeit erhebliche Probleme. Allerdings lassen sich einige Dinge aus seiner Stellung im Periodensystem und den Eigenschaften benachbarter Elemente ableiten:
Meitnerium, das die Ordungszahl 109 trägt, steht wegen seines Gewichts in der siebten Periode in der neunten Gruppe und gehört somit zur Eisen-Platin-Gruppe, also zu den Übergangsmetallen. Berechnungen zufolge würde Meitnerium bei Raumtemperatur an der Luft nicht oder nur extrem langsam korridieren, weshalb es zu den Edelmetallen gerechnet werden kann. Ähnlich wie Iridium, dass in der selben Gruppe vorkommt, könnte Meitnerium unter Normalbedingungen fest sein und kubisch flächenzentrierte Kristalle bilden.

Meitnerium Entstehung und Vorkommen

Meitnerium ist ein künstlich erzeugtes Element und kommt in der Natur nicht vor. Die bisher bekannten Isotope entstehen entweder durch den Beschuss radioaktiver Stoffe mit anderen Elementen oder beim Zerfall anderer radioaktiver Elemente.

Verwendung von Meitnerium

Bisher sind keine Verwendungsmöglichkeiten für Meitnerium bekannt. Möglicherweise könnten aber einige der noch nicht entdeckten Isotope in der Atomtechnik Verwendung finden oder zur Synthetisierung weiterer, unbekannter Elemente dienen.

Zusammenfassung

  • benannt nach Lise Meitner
  • künstliches, kurzlebiges, radioaktives Element
  • Ordnungszahl 109, 7. Periode, 9. Gruppe
  • Übergangsmetall aus der Eisen-Platin-Gruppe
  • ähnlich wie Iridium
  • bisher wenig erforscht



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