Mangangruppe Eigenschaften

Die 7. Gruppe (5. Nebengruppe) des Periodensystems der chemischen Elemente




Die Mangangruppe ist die 5. Nebengruppe im Periodensystem der chemischen Elemente. Sie beinhaltet die Elemente Mangan, Technetium, Rhenium und Bohrium.

Mangangruppe

Mangangruppe

Innerhalb des Periodensystems befindet sich die Mangangruppe in der siebten Gruppe, auch Nebengruppe genannt. Diese Gruppe besteht aus Bohrium, Mangan, Technetium sowie Rhenium. Der Name Mangangruppe entwickelte sich aus dem ersten Element innerhalb dieser, welches Mangan genannt wurde.

Gemeinsamkeiten der Elemente der siebten Gruppe

Alle Elemente dieser Gruppe sind Metalle. Aufgrund der Anordnung innerhalb des Periodensystems bezeichnet man diese auch als Übergangsmetalle. Neben den Elementen der siebten Gruppe gehören 36 weitere Metalle zu den Übergangsmetallen.




Hier besitzen die Elemente eine unvollständige d-Unterschale oder bilden Ionen mit unvollständigen d-Unterschalen. Die Gemeinsamkeit dieser Metalle sind sehr ähnliche chemische Eigenschaften, welche sich durch nahezu gleiche Oxidationsstufen von +2, +3, +4, +6 und +7 auszeichnen. Die Oxidationsstufe bezeichnet die Ladung, welche ein mehratomiges Ion oder eine Verbindung besitzt. Diese Ladung ist für eine chemische Verbindung sehr wichtig um Oxidation und Reduktion zu bestimmen. Auch die Reaktivität ist mithilfe dieser Zahlen abzusehen.

Weitere Merkmale sind eine hohe Zugfestigkeit, eine große Dichte, ein hoher Schmelzpunkt und ein hoher Siedepunkt. Die Eigenschaften dieser Übergangselemente begünstigen die Bildung zu Komplexen und erzeugen gefärbte Verbindungen. Außerdem können die Übergangsmetalle als homogene oder heterogene Katalysatoren verwendet werden.

Die einzelnen Elemente und ihre Unterschiede Überblick

Mangan hat die Ordnungszahl 25 und befindet sich in der vierten Periode der siebten Gruppe in dem Block d. Die Abkürzung bzw. das Symbol dieses Elements ist Mn. Mangan befindet sich mit einem Anteil von 0,09 Prozent in der Erdhülle. Das Vorkommen beschränkt sich auf eine Tiefe von maximal 16 km. Erstmals wurde Mangan von Johan Gottlieb Gahn im Jahr 1774 entdeckt. Es besitzt eine gerundete Masse von 54,938 u. Optisch ist Mangan ein silbernes Metall, welches oftmals auch als Stahlweiß bezeichnet wird. Es besitzt den Aggregatzustand fest und kann in vier verschiedenen Modifikationen in Erscheinung treten. Aufgrund der Elektronegativität von 1,55 hat es die Eigenschaft andere Elektronenpaare leicht an sich zu ziehen. Mangan kann die Oxidationszustände von 1, 2, 3, 4, (5), 6 und 7 erreichen. Es wird zur Erzeugung von Farben mit Manganpigmenten und dem Anfertigen von Legierungen angewendet.

Im Jahr 1925 wurde Technetium, damals noch Masurium genannt, durch Walter Noddack, Ida Tacke und Otto Berg entdeckt. Innerhalb des Periodensystems steht es in der fünften Periode und der siebten Gruppe. Das Element besitzt das Symbol Tc und die Ordnungszahl 43. Optisch ist es ein silbergraues Metall, welches eine hexagonale Kristallstruktur zeigt. Das Übergangsmetall kommt in sehr kleinen Mengen in natürlicher Umgebung von und wurde erstmals durch die künstliche Herstellung gewonnen. Daher erfolgt auch die Namensgebung technētós, was Altgriechisch ist und künstlich bedeutet. Die Isotope des Metalls sind radioaktiv und sind deshalb instabil sowie von Zerfall geprägt. Technetium erreicht die Oxidationszustände von -3 bis 7. Mit einer Elektronegativität von 1,9 zieht es Elektronenpaare stärker an als Mangan. Technetium kommt in der Nuklearmedizin sowie in Krankenhäusern vermehrt zur Anwendung.

Bohrium wurde 1976 von einer sowjetischen Forschergruppe entdeckt. Das Element besitzt das Symbol Bh, die Ordnungszahl 107 und befindet sich im d-Block. Es kann lediglich künstlich erzeugt werden und findet sich auch mit der Bezeichnung Eka-Rhenium wieder. Unter Normalbedingungen hat es den Aggregatzustand fest und ist als radioaktiv zu bezeichnen.

Rhenium ist im Periodensystem mit der Ordnungszahl 75 und dem Symbol Re anzutreffen. Es ist ein gräulich weißes Metall, welches sich in der Periode 7 im Block d wiederfindet und aus der Erdkruste gewonnen werden kann. Aufgrund seiner chemischen Eigenschaften wird es zur Herstellung von bleifreiem Benzin verwendet. Zudem findet es Nutzung in Flugzeugtriebwerken sowie in Thermoelementen. Das Element wurde 1925 von Walter Noddack, Ida Tacke und Otto Berg entdeckt. Das Metall kann die Oxidationszustände −3, −2, −1, 0, 1, 2, 3, 4, 5, 6 und 7 erreichen. Mit einer Elektronegativität von 1,9 besitzt es die gleiche Anziehungskraft wie Technetium.

Elemente in der Mangangruppe

Mangan

 Name  Mangan
Symbol  Mn
Ordnungszahl  25
Aussehen  silbrig
CAS-Nummer  7439-96-5
Serie  Übergangsmetalle

Das Element Mangan ist der Ordnungszahl 25 zugeordnet und steht damit in der 7. Nebengruppe des Periodensystems, die auch als Mangangruppe bekannt ist. Das abkürzende Elementsymbol ist Mn und es gehört zur Serie der Übergangsmetalle. Als solches ist es in manchen Eigenschaften dem Element Eisen ähnlich, wobei hart und äußerst spröde ist bei einer silberweißen Farben.

 

Technetium

 Name  Technetium
Symbol  Tc
Ordnungszahl  43
Aussehen  silbrig grau
CAS-Nummer  7440-26-8
Serie  Übergangsmetalle

Es gab einst unzählige vermeintliche Nachweise und Entdeckungen von Technetium, die aber alle fehlgeschlagen sind. Erst im Jahr 1937 wurde das Element von Emilio Segré und Carlo Perrier nachgewiesen. Sie waren beide an der Universität Palermo angeschrieben und vollendeten die Entdeckung 66 Jahre nach der ersten Vorhersage von Dmitri Mendelejew.

 

Rhenium

 Name  Rhenium
Symbol  Re
Ordnungszahl  75
Aussehen  gräulich weiß
CAS-Nummer  7440-15-5
Serie  Übergangsmetalle

 

Rhenium hat das Elementsymbol Re und die Ordnungszahl 75 und ist in der 7.Nebengruppe oder Mangangruppe zu finden. Das Element kommt sehr selten vor und ist silberweiß glänzendes, schweres Übergangsmetall. In der Legierung von Flugzeugtriebwerken, in bleifreiem Benzin und in Thermoprodukten ist Rhenium zum Beispiel enthalten, Das Element gilt als ungefährlich, denn man kennt keine toxischen Auswirkungen.

 

Bohrium

 Name  Bohrium
Symbol  Bh
Ordnungszahl  107
Aussehen  künstlich erzeugt
CAS-Nummer  –
Serie  Übergangsmetalle

Bohrium Hat das Elemetsymbol Bh und die Ordnungszahl 107. Es gibt zwei erstmalige Entdeckungen. Erstmals war es am 6. Oktober 1976 im sowjetischen Dubna. Hier arbeitete eine Forschergruppe am Institut für Kernforschung. Geleitet wurde die Gruppe von Yuri Ts. Oganessian. Allerdings wurde es damals nicht erkannt. Daher fiel die offizielle Entdeckung der Gesellschaft für Schwerionenforschung in Darmstadt zu, welche das Element am 27. März 1981 entdeckte. So gibt es zwei Entstehungsorte, Dubna im heutigen Zentralrussland und Darmstadt in Deutschland.

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