Magnesium

Magnesium im Periodensystem

Im 18. Jahrhundert erforschte ein schottischer Physiker als erster die Verbindungen des chemischen Elements Magnesium. Joseph Black verdankt die Wissenschaft die Erkenntnis, dass Kalk und Magnesiumcarbonat nicht ein und dasselbe sind. Doch es währte noch mehr als hundert Jahre, ehe es Firmen in Frankreich und England gelang, Magnesium auf technischem Wege zu erzeugen. Einige Jahre vorher war es zunächst dem Franzosen Antoine Bussy und dann dem deutschen Chemiker Robert Wilhelm Bunsen gelungen, ein weitgehend reines Magnesium durch die Elektrolyse von Salzschmelzen herzustellen.

magnesium

Name Magnesium
Symbol Mg
Ordnungszahl 12
Aussehen silbrig weiß
CAS-Nummer 7439-95-4
Gruppe Erdalkalimetalle



Das Element Magnesium

Magnesium ist im Periodensystem in der zweiten Hauptgruppe zu finden und den Erdalkalimetallen zuzuordnen. Wissenschaftler und Historiker sind sich nicht einig, wie es zur Bezeichnung Magnesium kam. Es könnte an Magnesia erinnern, einer antiken Kleinstadt in Kleinasien, wo der legendäre griechische Architekt Hermogenes der Überlieferung nach den Tempel der Artemis schuf. Das chemische Element könnte aber auch dem altgriechischen Wort „Magnetstein“ zuzuordnen sein. Einer dritten Version zufolge beruht die Wortschöpfung auf Magnisia, einer landschaftlich reizvollen Region im griechischen Thessalien.

Magnesium Vorkommen

In der Natur findet sich Magnesium nicht in elementarer Form und als Mineral hat es fast immer die Form von Carbonaten, Chloriden, Sulfaten oder Silicaten. Sein wichtigstes Mineral sind Dolomit, Magnesit, Olivin, Kieserit und Enstatit. Magnesium ist ein Leichtmetall und hat in reiner Form nur eine sehr geringe Festigkeit. Gewonnen wird das chemische Element heute vornehmlich durch Schmelzflusselektrolyse von geschmolzenem Magnesiumchlorid. Dazu benötigt man Behältnisse aus Eisen, die sogenannten Downs-Zellen, die beheizt werden. Bei diesem Prozess sammelt sich das metallische Magnesium auf der Salzschmelze.

Außerdem kennt man das sogenannte Pidgeon-Verfahren, bei dem gebrannter Dolomit, Schwerspat und Ferrosilicium in einem Behältnis eingefüllt werden. Dies alles wird auf 1160 Grad Celsius erhitzt, worauf Magnesium in Form von Dampf an der Außenseite des Ofens kondensiert. Dieser Prozess ist vor allem in China üblich. Das Land produziert jährlich über 700000 Tonnen.

Verwendung von Magnesium

Metallisches Magnesium findet heute unter anderem als Band oder Draht in den Blitzlichtgeräten von Fotokameras Verwendung. Als das automatische Blitzlicht noch nicht erfunden war, diente Magnesium als Blitzlichtpulver. Das Element spielt aber auch als Reduktionsmittel zur Gewinnung von Uran, Kupfer, Nickel und Chrom eine wichtige Rolle. Mit ihm lassen sich sogar Fackeln produzieren, die unter Wasser brennen. In der Kraftfahrzeugindustrie hat Magnesium als Legierung eine starke Bedeutung.

Magnesium gehört zudem zu den wichtigsten Mineralstoffen für den menschlichen Körper. Als Elektrolyt übernimmt es eine Rolle bei der Steuerung von Nerven und Muskeln. Das es vom Organismus nicht selbst produziert werden kann, sollte es täglich zugeführt werden.


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