Lutetium

Lutetium im Periodensystem

Lutetium ist im Periodensystem in der Lanthanoid-Gruppe zu finden. Ebenso wie auch die anderen Lanthanoide, ist auch Lutetium ein Schwermetall mit silberglänzendem Erscheinungsbild. Was die Lanthanoide angeht, so hat Lutetium den kleinsten Atomradius, die höchste Dichte und ebenso den höchsten Siede- und Schmelzpunkt. Unabhängig voneinander und doch beinahe zeitgleich haben, im Jahr 1907, Charles James, Carl Auer von Welsbach und Georges Urbain dieses Element entdeckt. Zwei Jahre später, im Jahr 1909, wurde schließlich entschieden, dass die Entdeckung Georges Urbain zustand. So erhielt das Element auch den Namen, der Urbain vorgeschlagen hatte: Lutetium. Gerade im deutschsprachigen Raum war jedoch relativ lange die Bezeichnung Cassiopeium verbreitet, die von Carl Auer von Welsbach damals vorgeschlagen wurde.

lutetium

Name Lutetium
Symbol Lu
Ordnungszahl 71
Aussehen silbrig weiß
CAS-Nummer 7439-94-3
Serie Lanthanoide



Das Vorkommen von Lutetium

Lutetium gehört zu den seltenen Elementen. In der kontinentalen Erdkruste kommt es lediglich ca. 0,8 ppm vor. Nach Thulium und Promethium ist Lutetium das seltenste Lanthanoid. Allerdings kommt es häufiger als Bismut, Quecksilber oder Silber. Lutetiumminerale sind nicht bekannt. Das Element kommt lediglich als Beimengung in unterschiedlichen, anderen Seltenerd-Mineralien vor. Hauptsächlich in denen des Yttriums sowie Gadolinit und Xenotim. Da die Gewinnung des Elements sehr schwierig ist, wird es nur in absolut geringen Mengen hergestellt. Auch eingesetzt wird es relativ selten. Dies kommt auch daher, dass der Preis dafür recht hoch ist.

Die Verwendung des Lutetiums

Lutetium wird lediglich für Zwecke der Wissenschaft verwendet. Es hat keinerlei Bedeutung für die Wirtschaft. Allerdings kann es Bestandteil eines Mischmetalls sein, das als Legierung genutzt wird.

Die Eigenschaften

Lutetium ist ein Schwermetall, das weich ist und silbern glänzt. Durch die Lanthanoidkontraktion wird bewirkt, dass Lutetium die höchste Ordnungszahl unter den Lanthanoiden hat. So hat es die Ordnungszahl 175. Gleichzeitig hat es den kleinsten Atomradius. Zusätzlich hat es die höchste Dichte und den höchsten Siede- und Schmelzpunkt der Lanthanoide. Bekannt sind insgesamt 35 Kernisomere und 34 Isotope des Lutetiums. Lediglich 175Lu ist hiervon stabil. Mit einer 3,8 · 1010 jährigen Halbwertszeit ist 176Lu das langlebigste. Eine Supraleitfähigkeit zeigt Lutetium bei tiefen Temperaturen. Das natürliche Lutetium setzt sich zusammen aus dem radioaktiven Lu-76-Isotop und dem stabilen Lu-75-Isitop. Von allen Lanthaniden ist Lutetium chemisch am stabilsten. Frisch geschnittene Oberflächen oxidieren allerdings nach etwas längerer Zeit an der Luft. Zu Lutetiumchlorid verbrennt es gemeinsam mit Chlor. Kommt es mit Wasser in Berührung, so entsteht mit der Zeit Wasserstoff.


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