Lithium

Lithium im Periodensystem

Die Entdeckung von Lithium begann bereits 1817 durch eine Analyse von zwei Mineralien vom schwedischen Chemiker Johann August Arfwedson. Er entdeckte ein bis dahin unbekanntes Metall, wobei es ihm gelang Lithiumoxid zu isolieren und es als Metall kennzeichnen zu können. 1818 kam der deutsche Chemiker Gustav Gottlieb Gmelin dazu, aus einer Lithiumverbindung eine Flamme zu erzeugen, die purpurrot erschien. Im gleichen Jahr gelang es noch Sir Humphrey Davy eine Schmelze aus dem Lithiumoxid zu erstellen, worauf nun unreines Lithium zu Stande kam. Einen deutlichen Reinheitsgrad gelang erst 1855 dem Chemikern Augustus Matthiessen und Robert Bunsen von der Universität in Heidelberg.

lithium

Name Lithium
Symbol Li
Ordnungszahl 3
Aussehen silbrig weiß/grau
CAS-Nummer 7439-93-2
Gruppe Alkalimetalle



Welche Eigenschaften besitzt Lithium?

Im Periodensystem ist Lithium das erste Alkalimetall. In der Natur gibt es in der Mischform von Isotopen. Es ist zudem das hellste Metall, ist ausgesprochen weich und besitzt einen sehr niedrigen Schmelzpunkt. Eines der Anwendungsbereiche von Lithium ist die Verwendung als Eindickmittel und Schmierfett. Außerdem findet man Lithiumverbindungen in Porzellanglasuren, Tonwaren, Zusätzen bei Batterien, sowie bei Messing- und Schweißarbeiten. Das Element ist mäßig vorhanden, während der Anteil an der Erdkruste etwa 65 ppm beträgt. Die Eigenschaften sind sehr ähnlich wie bei Erdalkalimetallen.
Eines der bedeutendsten Eigenschaften ist die hohe und spezifische Wärmekapazität. Außerdem besitzt es eine große Temperaturdifferenz bei flüssigem Zustand. In Verbindung mit Sauerstoff reagiert es zu Formmonoxid. Zudem reagiert es sehr heftig mit Wasser und ganz leicht mit Wasserstoff.

Gesundheitliche Auswirkungen von Lithium

Da Lithium feuergefährlich ist, können Feuer und Explosionen ausgelöst werden. Außerdem gibt es giftige sowie reizende Dämpfe von sich. Weiterhin kann es zu Explosionen kommen, wenn es in Verbindung mit brennbaren Substanzen kommt. Wird Lithium eingeatmet, kann es zu Husten, Atemnot und Reizerscheinungen kommen. In schlimmen Fällen kann sich zudem der Kehlkopf entzünden. Bei Hautkontakt sind Reizungen, Blasen und Rötungen möglich. Bei einer oralen Einnahme sind brennende Schmerzen, Schwächegefühl, Erbrechen und sogar Koma die Folge. Bei einer Einatmung kommt es zu einer körperlichen Schwächung, außerdem kann ein Lungenödem die Folge sein. Hier ist sofortige ärztliche Hilfestellung erforderlich.

Chemische Eigenschaften und Besonderheiten von Lithium

Bei metallischem Lithium entsteht eine starke Reaktion mit Sauerstoff und Stickstoff, wenn Luft mit im Spiel ist. Lithiumhydroxid stellt eine starke Gefahr dar, weil es ätzend ist. Eine hohe Aufmerksamkeit sollte zudem den Wasserorganismen gewidmet werden.


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.