Lanthan

Lanthan im Periodensystem

Lanthan hat als chemisches Element die Ordnungszahl 57 und wird in der chemischen Tabelle mit dem Elementsymbol La abgekürzt. Im Atomkern besitzt das Element also 57 Protonen (elektrisch positiv geladene Elementarteilchen). Als so genanntes Übergangsmetall bzw. Metall der Seltenen Erden steht es im Periodensystem in der dritten Gruppe (Nebengruppe), die auch als Scandiumgruppe bezeichnet wird, und in der 6. Periode. Obwohl die F-Schale nicht durch Elektronen besetzt ist, wird das Element sozusagen als Namensgeber zu den so genannten Lanthanoiden gezählt.

lanthan

Name Lanthan
Symbol La
Ordnungszahl 57
Aussehen silbrig weiß
CAS-Nummer 7439-91-0
Serie Übergangsmetalle
Gruppe Scandiumgruppe



Lanthan Namensherleitung

Aus dem Griechischen übersetzt bedeutet sein name in etwa „verborgen sein“. Entdeckt wurde das Element 1939 zunächst in Form der Verbindung Lanthansulfat durch den schwedischen Chirurg und Chemiker Carl Gustav Mosander. In der Natur kommt Lanthan nur in chemischen Verbindungen und zusammen mit anderen Lanthanoiden vor. In der Hauptsache sind dies die Minerale: Bastnäsit ((Ce, La, Y)CO3F) und Monazit ((Ce, La, Th, Nd, Y)PO4).

Die Gewinnung des reinen (gediegenen) Metalls Lanthan ist ein sehr aufwendiger Prozess. Nach Durchlaufen der Procedur ist das Metall silberweiß und glänzend, es ist plastisch verformbar, was auch als duktil bezeichnet wird, und es ist auch hämmerbar.

Anwendungsbereiche

So genannte „pyrophore Werkstoffe“ z. B. für Zündsteine haben als Mischmetall einen erheblichen Lanthananteil, der zwischen 25 und 45 Prozent liegen kann. In der Metallurgie wird Lanthan zuweilen als Reduktionsmittel verwendet. Im Gusseisen findet man Lanthan als Zusatzstoff. In diesem Fall unterstützt Lanthan die Bildung von Kugelgraphit. Legierungen werden durch Lanthan veredelt, da so die Oxidationsbeständigkeit verbessert wird. Mischt man Molybdän etwas Lanthan zu, verringert sich dadurch seine Temperaturempfindlichkeit und seine Härte. Als Ersatz für Wolframdraht bestehen manche hochwertigen Kathoden aus Lanthanhexaborid, um energieeffizient freie Elektronen zu erzeugen. Für die Herstellung besonders hochwertiger Gläser mit großem Brechungsindex beispielsweise für Kameralinsen in der Optik wird heute hochreines Lanthanoxid verwendet.

Lanthan-Isotope

Neben dem stabilen 139-La mit 82 Neutronen im Atomkern gibt es noch 6 weitere, schwach radioaktive Isotope: 135-La, 136-La, 137-La, 138-La, 140-La und 141-La. Die Halbwertszeit des 138-La liegt theoretisch allerdings über 10 hoch 11 Jahre (100 Milliarden Jahre), das ist ein Vielfaches des Alters des Universums. Insofern darf man in der Praxis hier auch von Stabilität sprechen.

Weitere wichtige Daten zu Lanthan in der Zusammenfassung

– fester Aggregatzustand mit hexagonaler Kristallstruktur
– Dichte: 6,17 g/cm3
– Härte (nach Moh): 2,5
– Schmelzpunkt: 920°C
– Siedepunkt: 3470°C
– GHS Gefahrstoffkennzeichnung: Gefahr
– EU Gefahrstoffkennzeichnung: leicht-entzündlich (F)


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