Holmium

Holmium im Periodensystem

Bestimmte chemische Elemente/Schwermetalle sind in der Bevölkerung wenig bekannt. Hierzu zählt mit Sicherheit auch das Schwermetall Holmium. Holmium ist silbergrau, weich, gut dehnbar und gehört zu den Metallen der Seltenen Erden. Doch seit wann ist dieses chemische Element bekannt, wer hat es erfunden?

holmium

Name Holmium
Symbol Ho
Ordnungszahl 67
Aussehen silbrig weiß
CAS-Nummer 7440-60-0
Serie Lanthanoide
Gruppe Lanthanoide



Entdeckung von Holmium

Es war im Jahr 1878 als die Chemiker M. Delafontaine und J. L. Soret aus der Schweiz das Element entdeckten. Ein Jahr später, also 1879, entdeckte der Schwede Per Teodor Cleve, unabhängig von den Schweizern das gleiche Element. Cleve trennte vom Element die bekannten Verunreinigungen ab und versuchte dann den Rest zu trennen. Den braunen Rest, den er dadurch erhielt, nannte er Holmia, den grünen Rest Thulia. Mehr als 30 Jahre, nämlich 1911, gewann der schwedische Chemiker Holmberg die chemische Verbindung Holmium. Wie die Bezeichnung Holmium genau entstand, ist unbekannt, es kann der alte Name für Stockholm benutzt worden sein, denn Holmia ist der lateinische Name für Stockholm. Im Jahr 1940 wurde erstmals metallisch reines Holmium hergestellt.

Vorkommen von Holmium

Wo finden wir das chemische Element Holmium? In der Natur finden wir Holmium kaum, da es nur in Verbindungen vorkommt. In der Industrie ist das chemische Element jedoch nicht mehr wegzudenken. Holmium ist zum Beispiel in Farbfernsehern, in Leuchtstoffröhren und Energiesparlampen zu finden. Es findet seinen Einsatz in der Herstellung von Katalysatoren und wird in der Politur von Glas eingesetzt. Das Element Holmium hat aber auch negative Eigenschaften, es kann bei unsachgemäßer Anwendung gesundheitliche Schäden bei Mensch und Tier hervorrufen. Wenn am Arbeitsplatz langzeitlich die Dämpfe und Gase von Holmium eingeatmet werden, kann es die Lunge, aber auch die Leber schädigen.

Holmium Gefahren

Auch in der Umwelt kann Holmium massive Schäden verursachen, hierbei sollten wir einfach nur an die Benzinindustrie denken. Doch auch im privaten Haushalt ist der sorgsame Umgang mit Gebrauchsgütern, wie Haushaltsgeräte, elektrische Kleingeräte und Gartengeräte unbedingt zu beachten. Durch das einfache Wegwerfen bestimmter Haushaltsgeräte sammelt sich das Holmium im Boden und in Gewässern an. Im Wasser kann das Holmium, bei Tieren, die am und im Wasser leben, Schäden am Nervensystem und an den Zellmembranen hervorrufen. Weiterhin ein Grund, sehr sorgsam mit dem nützlichen, aber auch gefährlichen Element umzugehen.


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