Hassium

Hassium im Periodensystem der Elemente

Hassium ist ein chemisches Element aus der Gruppe der Transactinoide und damit auch der Transurane. Es hat die Ordnungszahl 108. Das Hassium kommt in der Natur nicht vor sondern wird ausschließlich künstlich erzeugt. Zum ersten Mal geschah das im Jahr 1984. Die Gesellschaft für Schwerionenforschung Darmstadt gab dem neu entdeckten Element ursprünglich den Namen Uniloctium. Später wurde es zu Ehren des deutschen Chemikers und Nobelpreisträgers Otto Hahn in Hahnium umbenannt und 1997 erhielt es den endgültigen Namen Hassium nach dem Bundesland Hessen, in dem es entdeckt wurde. Als „Väter“ von Hassium gelten die Chemiker Peter Armbruster und Sigurd Münzenberger. Sie benutzten bei ihrer Entdeckung den linearen Teilchenbeschleuniger „Uniloc“ und beschossen mit ihm Blei-Atome mit Eisen-Atomen. Durch die Verschmelzung entstand ein neues Atom, das die Massenzahl 265 hat.

hassium

Name Hassium
Symbol Hs
Ordnungszahl 108
Aussehen silbrig metallisch
CAS-Nummer 54037-57-9
Serie Übergangsmetalle
Gruppe Eisengruppe



Eigenschaften von Hassium

Bis heute weiß man nicht, wie Hassium aussieht, vermutlich ist es ein grau-weißes Element mit festem Aggregatzustand. Wie alle Transactinoide ist auch das Hassium radioaktiv und wie fast alle Elemente der Gruppe ist es auch sehr kurzlebig. Das Isotop Hs 265 zum Beispiel hat nur eine Halbwertzeit von 1,5 Millisekunden, das Isotop Hs 269 zerfällt nach 10 Sekunden und das langlebigste Isotop Hs 277 hat eine Halbwertzeit von 11 Minuten. Über die chemischen Eigenschaften des Hassiums ist nicht allzu viel bekannt, weil es wegen der kurzen Halbwertzeiten nur eine extrem geringe erzeugbare Menge gibt. Trotzdem sind immer wieder chemische Experimente mit Hassium durchgeführt wurden. Sie dienten vor allem der Charakterisierung des Elementes und der Lösung der Frage, ob das Hassium tatsächlich alle Eigenschaften besitzt, die zu seiner Elementengruppe gehören. Im Jahr 2001 gelang es den Forschern der Gesellschaft für Schwerionenforschung Darmstadt (GSI)2001 eine Sauerstoffverbindung des Hassiums zu erzeugen.

Hassium Herstellung

Es zeigte sich dabei, dass sich das Hassium genau wie das Osmium als Tetraoxid verflüchtigt und auf wässrigen Natriumoxidschichten abscheiden lässt. Das entstandene Hassiumtetroxid 269HsO4 ist das Analogon zum homologen Osmiumtetroxid, hat aber eine höhere Abscheidetemperatur auf den Detektoroberflächen und damit eine geringere Flüchtigkeit. Im Jahr 2006 gelang es einer internationalen Forschergruppe erstmals vier Atome des Kerns Hassium zu synthetisieren. Eine praktische Anwendung des Elementes gibt es verständlicherweise nicht, es dient nur Forschungszwecken.


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