Germanium

Germanium im Periodensystem der Elemente

Der deutsche Chemiker Clemens Alexander Winkler, isolierte aus dem Mineral Argyrodit, im Jahre 1886, erstmals das chemische Element Germanium. Diese Entdeckung fand in Freiberg, an der Bergakademie, in Sachsen statt. Durch Theodor Hieronymus und Julius Lothar Meyer, wurde das Element als „Elka- Silicium“, einem chemischen Element der 4. Hauptgruppe bekannt. Clemens Alexander Winkler, gab dem Element den Namen „germania“, dies stellte für ihn eine Ehrung seiner Heimat dar.

germanium

Name Germanium
Symbol Ge
Ordnungszahl 32
Aussehen gräulich weiß
CAS-Nummer 7440-56-4
Serie Halbmetalle
Gruppe Kohlenstoffgruppe



Was ist Germanium?

Unter Germanium versteht man ein silbergraues glänzendes Halbmetall, welches sich beim Zerschlagen, wie ein sprödes Metall zeigt. Bei einer Erwärmung, über dem Schmelzpunkt, kommt es zu einem Anstieg der Dichte von 4 Prozent. Da Volumen des Germaniums dehnt sich um 6 Prozent bei der Erstarrung aus. Germanium besitzt keine besondere Leitfähigkeit, dennoch kann diese erhöht werden, indem man dieses mit Fremdatomen, wie Aluminium, dotiert. Die chemischen Eigenschaften, von Germanium, können mit denen von Silicium verglichen werden, da es ebenfalls an der Luft beständig ist und reaktionsträge. Auf nichtoxidierende Säuren oder Laugen, reagiert Germanium nicht, jedoch auf oxidierende Säuren.

Hauptsächlich findet man das Mineral in Kongo, Bolivien und Namibia. Es ist außerdem ein Begleiter von Kupfer und Zinkerzen. Einen weiteren Vorteil findet man im Bereich der Homöopathie, denn einigen Pflanzen ist es möglich, Germanium anzureichern.

Herstellung von Germanium

Die Herstellung von Germanium besteht Größtenteils aus der Gewinnung von Zink, Kupfer und Blei als Nebenprodukt. Germanium konnte in der Entstehungszeit der Erde, in gasförmiger Form, in den Weltraum entweichen. Aus diesem Grund findet man es als alleiniges Halbmetall eher selten an.

Germanium im Alltag

In einigen Gebrauchsgegenständen findet man jedoch Germanium mit verschiedenen Verbindungen, beispielsweise in Glasfaserkabel. Diese werden vor allem im Bereich der Telekommunikation eingesetzt. Durch Germaniumtetrachlorid kommt es zu einer Germaniumdioxid Beschichtung. Aufgrund dieser Beschichtung kann eine Totalreflexion von Lichtquellen, in dem Faserkern, herbeigeführt werden. Das Internet wäre also ohne Germanium nicht zu realisieren.

Täglich benutzt man Kunststofflaschen, beispielsweise Getränke. Auch hier ist Germanium, in verschiedenen Verbindungen, enthalten.
Die moderne Technik profitiert ebenfalls von Germanium, beispielsweise bei Nachtsichtgeräten, welche bei der Jagd oder bei Militär eingesetzt werden.
Organisches Germanium findet man außerdem in Nahrungsmittelergänzungen, welche seit über 30 Jahren bereits bei verschiedenen Krankheiten verwendet werden. Spuren von Germanium können verschiedene Lebensmittel, beispielsweise Bohnen, Austern und Knoblauch, enthalten. Viele Menschen berichten über positive Wirkungen bei Krankheiten wie, Krebs, Bluthochdruck, Arthritis und Lebensmittelallergien. Leider liegen hierfür keinerlei aussagekräftige Studien vor. Eine therapeutische Anwendung mit organischem Germanium ist in Deutschland verboten.


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