Gadolinium

Gadolinium im Periodensystem

In der Volksrepublik China steht das chemische Element Gadolinium relativ hoch im Kurs. Das Riesenreich ist der wichtigste Produzent des zu den seltenen Erden zählenden Gadolinium. Es dient insbesondere der Herstellung von Mikrowellenanwendungen und der Produktion eines grünen Leuchtstoffs für nachleuchtende Bildschirme.

gadolnium

 

Name Gadolinium
Symbol Gd
Ordnungszahl 64
Aussehen silbrig weiß
CAS-Nummer 7440-54-2
Serie Lanthanoide
Gruppe Lanthanoide



Gadolinium Geschichte

Seit einigen Jahren hat Gadolinium einen schlechten Ruf, nachdem Wissenschaftler das Element als Kontrastmittel bei Untersuchungen in der Kernspintomographie kritisch hinterfragten. Allerdings ist es nicht erwiesen, dass Gadolinium bei einer häufigen Verwendung Schädigungen des menschlichen Gehirns verursachen könnte. Japanische Radiologen wollen jedoch erkannt haben, dass es bei Patienten, die wiederholt gadoliniumhaltigen Kontrastmitteln ausgesetzt wurden, immer wieder zu Problemen in zwei Hirnregionen kam. Unumstößliche Erkenntnisse gibt es in diesem Zusammenhang allerdings noch nicht. Vor allem deshalb nicht, weil den Forschern abschließende Studien fehlen. Auch ein Zusammenhang zwischen Gadolinium und der Auslösung einer multiplen Sklerose ist nicht erwiesen.

Gadolinium Entdeckung

Entdeckt wurde das Element im Jahre 1880 von dem Schweizer Jean Charles Galissard de Marignac, einem Chemiker, der die Bestandteile von Samarskit und deren Löslichkeit in Kaliumsulfat-Lösungen erforschte. Dabei stieß er auf ein bis dahin nicht bekanntes Element, das er nicht zuordnen konnte und das er schlicht Ya bezifferte. Gadolinium wurde einige Jahre später nach einem berühmten finnischen Chemiker benannt: Johan Gadolin. Erst 1935 wurde es als Metall gewonnen – es ist silbrig bis grauweiß glänzend und verfügt über magnetische Eigenschaften. Damit hat es in besonders hohem Maße eine Wärmekapazität. Die chemischen Eigenschaften von Gadolinium werden als feuer- und explosionsgefährlich beschrieben, wenn es Staub absondert.

Gadolinium Vorkommen

Gadolinium steckt in zahlreichen Mineralen von Metallen der seltenen Erden. Sehr stark ist es in Yttererden wie Xenotim enthalten. Größere Funde gab und gibt es in Malaysia. Hoch ist der Gehalt an Gadolinium in Monazit und Bastnäsit. Einige Wissenschaftler vertreten die Auffassung, dass das Element auch in Kühlgeräten Verwendung finden könnte, da es einen Curie-Punkt in der Nähe der Zimmertemperatur besitzt. Kühlgeräte dieser Art hätten den Vorteil, das sie auf Fluorchlorkohlenwasserstoffe verzichten könnten, die nachweislich die Ozonschicht der Erde schädigt.
Da Gadolinium nur in geringen Mengen in Erzen aufzuspüren ist, erweist sich die Abtrennung von anderen Lanthanoiden als sehr schwierig. Die Gewinnung ist vor allem über die Reduktion von Gadolinium(III)-florid mit Calcium möglich.


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