Francium

Francium

Da im Laufe der Zeit einige neue chemische Element entdeckt wurden, finden sich ein paar im Periodensystem, die einen eigenartigen Namen haben. Neben Einsteinium oder Mendelevium gehört dazu auch das Francium. Es handelt sich um ein radioaktives Element, das quasi mit allen Stoffen reagieren kann. Es hat die Ordnungszahl 87 und gehört in die Gruppe der Alkalimetalle. Es steht direkt unter Cäsium und ist damit um einiges gefährlicher.

francium

Name Francium
Symbol Fr
Ordnungszahl 87
Aussehen unbekannt
CAS-Nummer 7440-73-5
Gruppe Alkalimetalle

Es besitzt nämlich auch von allen Elementen bis hin zur Ordnungszahl 104 die in stabilsten Isotope. Da das Francium lediglich ein Elektron abgeben muss, um das für jedes Element optimale Energieniveau der Edelgase zu erreichen, sind seine Bemühungen, dieses eine Elektron loszuwerden, dementsprechend hoch. Selbst das langlebigste der elf verschiedenen Isotop hat eine Halbwertzeit von gerade einmal 22 Minuten. So ist es auch nicht möglich, größere Mengen des Elements herzustellen. Will man es studieren, so kann man dies nur tun, wenn es hoch verdünnt als sogenanntes Amalgam vorliegt.

Eigenschaften des Franciums

Das Francium, dessen Elementsymbol übrigens Fr ist, besitzt eine Atommasse von 223u. Nach der Pauling-Skala weist es eine Elektronegativität von 0,7 auf. Da es in der gleichen Gruppe wie Cäsium steht, weist es auch ähnliche Eigenschaften chemisch und physikalisch auf. Der Aggregatzustand des Franciums ist fest und sein Schmelzpunkt liegt bei 300 Kelvin, was etwa 27 Grad Celsius entspricht. Der Siedepunkt beträgt 950 Kelvin. Da das Francium so selten auf der Erde vorkommt, ist es schwierig, das Element noch genauer zu klassifizieren. Die Gewinn Bären Vorkommen werden auf gerade einmal 30-50 Gramm geschätzt. So hat es bis heute keine technische Bedeutung.

Geschichte des Franciums

Bereits vor der Entdeckung des Franciums konnte Dimitri Iwanowitsch Mendelejew, der als Begründer des Periodensystems gilt, im Jahre 1871 die Existenz des radioaktiven Elementes voraussagen. Zu dieser Zeit nahm es einen leeren Platz in seinem Periodensystem ein und trug den Namen Eka-Cäsium.
Erst im Jahre 1939 jedoch gelang es der französischen Physikerin Marguerite Perey, das neue Element als ein Zerfallsprodukt des Actiniums, zweifelsfrei nachzuweisen. Wurde es zunächst Actinium-K genannt, so entschied man sich 1946 dazu, es zu Ehren des Heimatlandes der Entdeckerin in Francium umzubenennen. 1949 akzeptierte dies auch die Internationale Vereinigung der Chemiker.


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