Fermium

Fermium im Periodensystem

Wann wurde Fermium entdeckt, von wem?

Das achte Transuranelement der sogenannten Actinid-Reihe wurde im Jahr 1952 von Albert Ghiorso und seinem Mitarbeiterstab entdeckt. Ghiorso und sein Team untersuchten nach dem Test der Ivy Mike genannten Wasserstoffbombe entsprechende Rückstände. Im Zuge dessen arbeiteten die Forscher eng mit dem Strahlenlabor der University of California und den Los Alamos und Argonne zugehörigen staatlichen Wissenschaftslaboren zusammen und stießen dabei auf das heute als Fermium bekannte Element. Erste Proben des Elements wurden auf Filterpapieren sichergestellt, die während des Durchfliegens der Explosionswolke mitgeführt worden waren. Später untersuchte man anliegende Korallenriffe und konnte auf einzelnen Korallen kleine Mengen isolieren.

fermium

Name Ferium
Symbol Fm
Ordnungszahl 100
Aussehen künstlich erzeugt
CAS-Nummer 7440-72-4
Serie Actinoide
Gruppe Actinoide



Wie kam Fermium zu seinem Namen?

In Anknüpfung an die Entdeckung, die eng in Verbindung mit dem Test der ersten US-amerikanischen Wasserbombe stand, benannte man das neu entdeckte Element nach Enrico Fermi. Dieser, nur zwei Jahre später in Chicago verstorbene Wissenschaftler, gehört zu den bedeutendsten Kernphysikern des Zwanzigsten Jahrhunderts. Im Jahr 1938 erhielt Fermi den Nobelpreis für Physik. Obwohl Fermi ein bedeutsamer Physiker seiner Zeit war, stand er nicht mit der Entdeckung und Erforschung des Fermiums in Verbindung. Man entlehnte sich lediglich, ihm und seinem Wirken zu Ehre, seines Namens.

Welche Eigenschaften hat Fermium?

Ferminum steht mit der Ordnungszahl 100 im Periodensystem in der Reihe der sogenannten Actinoide. Sein Vorgänger im Periodensystem ist das Einsteinium, Mendelevium ist das nachfolgende Element. In der Reihe der Lanthanoide, ist sein Analgon das Erbium. Bei der künstlichen Herstellung durch Ionenbombardement wurden radioaktive Isotope deren Atommasssezahlen zwischen dem Wert 244 und 259 liegen. Das so produzierte Isotop war das sogenannte 20 Stunden Isotop 255-Fm.

Wo ist Fermium enthalten? Wie entsteht es?

Fermium entsteht, genau wie Einsteinium, aus dem für Explosionen von Wasserstoffbomben verwendeten Zünder durch umherfliegende Neutronen und Plutonium. Das Element kann auch in Laboren synthetisiert werden, allerdings gibt es nahezu keine Verwendung für das hoch radioaktive Metall mit Ausnahme der Grundlagenforschung. Fermium kommt weltweit nicht in der Natur vor, sondern kann ausschließlich künstlich durch ein Ionenbombardement produziert werden.

Wofür braucht man Fermium?

Fermium wird fast ausschließlich in sehr geringen Mengen für Forschungs- und Studienzwecken gewonnen. Hierbei liegt das Element nur in Lösung vor. Die Gesamtmasse des Elements, die jemals im Labor synthetisiert wurde, umfasst weniger als Einmillionstelgramm.

Was sind seine chemischen Eigenschaften, Besonderheiten?

Die chemischen Eigenschaften des Fermiums wurden bisher ausschließlich mit Indikatormengen studiert. Fermium konnte somit lediglich in Lösung durch Tracertechniken analysiert werden, feste Verbindungen kamen nicht zustande. Bei normalen Voraussetzungen liegt das Element in Lösung in Form von Fm3+-Ion vor, bei einer Hydratationszahl von 16,9 und einer Säurekonstante von 1,6 · 10−4 (pKs = 3,8).
Eine Besonderheit ist, dass Fermium nicht als gesundheitsschädlich einzustufen ist, da es sich zwar um ein radioaktives Isotop handelt, Fermium aber nicht in der Natur vorkommt. Darüber hinaus besteht keine Gefahr für die Umwelt.


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.