Edelgase Eigenschaften

Die 18. Gruppe (8. Hauptgruppe) im Periodensystem der chemischen Elemente




Die Edelgase ist die 8. Hauptgruppe im Periodensystem der chemischen Elemente. Sie beinhaltet die Elemente Helium, Neon, Argon, Krypton, Xenon, Radon und Ununoctium.

Die Schalen der Atome der Edelgase sind fast vollständig mit Elektronen aufgefüllt oder leer, weshalb diese Elemente kaum Verbindungen eingehen können. Alle Edelgase sind daher geruchslos, nicht brennbar und so gut wie nicht wasserlöslich. Die Edelgae sind farblos.

Edelgase

Edelgase

Edelgase sind 7 besondere Elemente im Periodensystem der Elemente, gleich neben den Halogenen. Ihren speziellen Namen verdanken sie ihrer Eigenschaft gering reaktiv zu sein – ähnlich der Edelmetalle-, was an ihren vollständig gefüllten Orbitalen liegt.




Die Gruppe der Edelgase besteht aus den Elementen Helium, Neon, Argon, Krypton, Xenon, Radon und dem künstlich hergestellte Ununoctium. Alle diese Elemente sind einatomig, was bedeutet, dass sie aus einzelnen, unverbunden Atomen bestehen. Sie sind alle, außer Helium (Bestandteil von Erdgas), Bestandteile der Luft und bis auf Argon sehr selten, zudem sind sie farb- und geruchslos.

Meist werden Edelgase als Füllung für Lampen benutzt, insbesondere für Gasentladungslampen, da jedes Edelgas bei seiner Entzündung in einer anderen Farbe leuchtet. So leuchtet Neon beispielsweise rot, Argon violett und Xenon blau. Besonders oft wird für diese Lampen Xenon verwendet, da dessen Spektralverteilung annähernd der des Tageslichts entspricht. Diese Xenon-Gasentladungslampen werden darum auch häufig „Quasi-Tageslichtlampen“ genannt.

Zum ersten Mal wurden Anzeichen auf unreaktive Gase in der Luft (Edelgase) 1783 entdeckt, als Henry Cavendish Luft und Sauerstoff so mischte, dass der darin enthaltene Stickstoff und Sauerstoff komplett zu Stickoxiden reagierten und er dabei feststellte, dass ein kleiner Rest dabei nicht mit reagiert. Doch da er das nicht für weiter sonderlich hielt setzte er sein Experiment nicht weiter fort und so kam es, dass 1868 Janssen und Lockyer das Element Helium beim Beobachten des Sonnenspektrums entdeckten, aufgrund seiner bisher unbekannten Spektrallinie. So entstand auch gleich der Name dieses neuen Elements: Helium (griechisch für „Sonne“).

Argon dagegen wurde von Rayleigh entdeckt, als dieser feststellte, dass aus der Luft gewonnener Stickstoff eine andere Dichte hat als Stickstoff der aus Ammoniak gewonnen wird. So ging er davon aus, dass in der Luft ein Gas vorhanden sein muss, das noch unbekannt und reaktionsträge ist. Es gelang ihm mithilfe von Magnesium den Stoff aus der Luft zu filtern und gab ihm aufgrund seiner Eigenschaft den Namen Argon (griechisch für „träge“). Außerdem ging er davon aus, dass es mehrere Gase geben müsste mit diesen Eigenschaften. Zusammen mit William Travers destillierte er so auch noch Neon, Krypton und Xenon aus der Luft. Zu guter Letzt entdeckte Friedrich Dorn das letzte natürlich vorkommende Element der Edelgase, Radon. Ununoctium konnte erst 2002-2005 nach einigen fehlgeschlagenen Versuchen zum ersten Mal erfolgreich hergestellt werden, und zwar an den Vereinigten Instituten für Kernforschung in Dubna.

Elemente der Edelgase

Helium

 Name  Helium
Symbol  He
Ordnungszahl  2
Aussehen  farbloses Gas
CAS-Nummer  7440-59-7
Serie  Edelgase

Das Edelgas Helium (He), mit der Ordnungszahl 2, steht im Periodensystem in der 18. Gruppe.
Zum ersten Mal wurde das Gas Helium , nach einer Beobachtung, während der totalen Sonnenfinsternis im Jahre 1868, von dem französischen Astronom Jules Janssen entdeckt.
Ihm wurde jedoch erst Glauben geschenkt, als der Engländer Norman Lockyer, noch im selben Jahr, die Entdeckung des Astronoms bestätigte.
1882 wurde erstmals, durch Luigi Palmieri, Helium auf der Erde nachgewiesen und 1895 wurde das Edelgas von William Ramsay zum ersten Mal gewonnen.

 

Neon

 Name  Neon
Symbol  Ne
Ordnungszahl  10
Aussehen  farbloses Gas
CAS-Nummer  7440-01-9
Serie  Edelgase

Das chemische Element Neon (Ne) wurde im Jahr 1898 von dem schottischen Chemiker und Chemie-Nobelpreisträger William Ramsay und seinem wissenschaftlichen Mitarbeiter, dem englischen Professor Morris William Travers entdeckt. Begeistert von der Neuentdeckung, bezeichneten Ramsay und Travers ihren Fund, nach dem griechischen Wort neos (neu), als Neon und ordneten es mit der Ordnungszahl 10 in die 8. Hauptgruppe in das Periodensystem ein.

Argon

 Name  Argon
Symbol  Ar
Ordnungszahl  18
Aussehen  farbloses Gas
CAS-Nummer  7440-37-1
Serie  Edelgase

Das chemische Element Argon ist ein Edelgas und kommt von diesen am häufigsten auf der Erde vor. Sein Anteil in der Atmosphäre beträgt 0,934 %. Nach Sauerstoff und Stickstoff nimmt Argon den drittgrößten Anteil der Erdatmosphäre in Anspruch. Der britische Naturwissenschaftler Henry Cavendish, welcher im Jahre 1766 durch die Entdeckung des Wasserstoffatoms bekanntwurde, vermutete bereits im Jahre 1785, dass Argon ein Bestandteil der Luft ist. Während seiner Versuche mit Luft in denen er alle Komponenten abtrennte, schuf er eine kleine Gasblase. Ohne sich der Tatsache bewusst zu sein, als erster Mensch die Edelgase von der Luft getrennt zu haben, wurde die Bedeutung dieser Enddeckung viele Jahre unterschätzt.

Krypton

 Name  Krypton
Symbol  Kr
Ordnungszahl  36
Aussehen  farbloses Gas
CAS-Nummer  7439-90-9
Serie  Edelgase

Krypton ist ein chemisches Element und bildet gemeinsam mit beispielsweise Neon und Xenon die Gruppe der Edelgase. Im Periodensystem trägt es die Ordnungszahl 36 und ist mit dem Kürzel Kr gekennzeichnet.
Entdeckt wurde es 1898 von William Ramsey und Morris William Travers, als diese mittels fraktionierter Destillation auf der Suche nach neuen Elementen waren.
Die fraktionierte Destillation dient dazu, die einzelnen Komponenten eines Gemischs zu trennen, um diese so separat untersuchen und analysieren zu können. Dabei wird der Behälter, der das Destillat auffängt, ausgewechselt, sobald die Komponente mit dem niedrigsten Siedepunkt vom Rest des Gemischs getrennt und abgeleitet wurde. Dieser Vorgang kann so lange wiederholt werden, bis die Ursprungsflüssigkeit in all ihre Einzelkomponenten zerlegt worden ist.

Xenon

 Name  Xenon
Symbol  Xe
Ordnungszahl  54
Aussehen  farbloses Gas
CAS-Nummer  7440-63-3
Serie  Edelgase

Das chemische Element Xenon wird durch die Buchstaben Xe abgekürzt. Es gehört zur 8. Hauptgruppe und zur 18. Gruppe des Periodensystems der Elemente. Die Ordnungszahl von Xenon ist 54, das Element zählt zu den Edelgasen und liegt mit vielen Eigenschaften zwischen Krypton und Radon.

 

Radon

 Name  Radon
Symbol  Rn
Ordnungszahl  86
Aussehen  farblos
CAS-Nummer  10043-92-2
Serie  Edelgase

Das zu den Edelgasen zählende Element Radon, mit der Ordnungszahl 86 im Periodensystem, wurde 1900 von dem Hallenser Ernst Dorn entdeckt. Er nannte es Radium-Emanation, dass aus Radium Herausgehende. Um 1908 wurde genügend von dem Gas isoliert, um seine genaue Dichte zu bestimmen. Die englischen Forscher William Ramsay und Robert Whytlaw-Gray nannten es aufgrund seiner besonderen Eigenschaft im Dunkeln zu leuchten, Niton. In Anlehnung an das Element Radium, wurde es 1934 Radon genannt.

 

Ununoctium

 Name  Ununoctium
Symbol  Uuo
Ordnungszahl  118
Aussehen  (künstlich erzeugt)
CAS-Nummer  –
Serie  Edelgase

Ununoctium (Uuo) oder auch Eka-Radon, Symbolkennzeichnung Eka-Rn genannt, ist ein radioaktives, chemisches Element. Bisher handelt es sich um einen provisorischen Namen, da die Entdeckung noch nicht eindeutig bestätigt werden konnte. Der Name Ununoctium kommt aus dem lateinischen von unus (eins), und octo (acht). Es ist geplant, dass zukünftig der Name Moskowium verwendet werden soll, aber dies muss die International Union of Pure and Applied Chemistry (IUPAC) erst noch bestätigen.
Das Element wird künstlich hergestellt und kommt nicht in natürlicher Form vor. Chemisch wird es der Gruppe der Edelgase zugeordnet und zählt zu den Transactinoiden. Es ist das bisher schwerste Element, bestehend aus 118 Protonen, das Menschen bis heute hergestellt haben. Im Periodensystem steht es in Gruppe 18, Periode 7, Block p.

3 Gedanken zu „Edelgase Eigenschaften

  1. Dr. Birgit Becher

    Leider ist bereits im ersten Absatz ein gravierender Fehler: die Schalen der Edelgase sind nicht mit Protonen sondern mit Elektronen komplett aufgefüllt.

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