Dysprosium

Dysprosium im Periodensystem

Das chemische Element Dysprosium trägt das Elementsympbol Dy und besitzt im Periodensystem die Ordnungszahl 66. Dort ist es unter den Lanthanoide eingeordnet.
Die Entdeckung dieses Elements wurde von Paul Émile Lecoq de Boisbaudran, einem französischen Chemiker, im Jahre 1886 gemacht. Dem Chemiker gelang es aus dem Oxid des Elements Holmium eine Probe zu isolieren. Diese enthielt Dysprosium(III)-oxid. Holmiumoxid war zur damaligen Zeit noch recht unerforscht. Des Weiteren kommt hinzu, dass die Lanthanoide, zu denen auch Holmium dazugehört, von den ihren chemischen Eigenschaften kaum zu unterscheiden sind. Sie sind alle ziemlich ähnlich. Auch zur heutigen Zeit stellt sich das Unterscheiden dieser Lanthanoide als komplizierte Aufgabe dar.

dysprosium

Name Dysprosium
Symbol Dy
Ordnungszahl 66
Aussehen silbrig weiß
CAS-Nummer 7429-91-6
Serie Lanthanoide
Gruppe Lanthanoide



Dysprosium Namensgebung

Der Name Dyprosium stammt vom griechischen Wort „dysprositos“ ab. Dies bedeutet so viel wie „schwer zu bekommen“. Die Namensgebung kommt daher, dass das Element nur ca. 0,00042 Prozent Anteil an der Erdkruste hat, es ist also „schwer zu bekommen“ und selten.

Dysprosium ist ein Schwermetall. Außerdem ist es sehr unedel, weshalb es also sehr reaktionsfähig mit anderen Elementen ist. In verdünnten Säuren reagiert das Element zum Beispiel mit einer Wasserstoffentwicklung und löst sich dann in verschiedene Salze auf. Des Weiteren ist es sehr dehnbar und biegbar. Es hat eine silbergraue bis weiße Farbe und sein Aggregatzustand bei Zimmertemperatur ist fest.

Dysprosium Herstellung

Die Gewinnung von Dysprosium ist sehr aufwendig. Zunächst wird das Oxid des Elements mit Fluorwasserstoff zu Dyprosiumfluorid. Nach der Zugabe von Calcium entsteht dann neben Calciumfluorid das metallische Dyprosium. Verunreinigungen werden mit Destillation und die Versetzung in ein Hochvakuum, gereinigt.

Dadurch, dass das Element so selten auf unserer Erde zufinden ist, gibt es auch relativ wenig, wofür es einsetzbar ist. Nur circa weniger als 100 Tonnen können im Jahr abgebaut bzw hergestellt werden. Doch trotzalledem ist das Element in vielen verschiedenen Legierungen zufinden. Zum Beispiel ist es in den Kernreaktoren in einem Atmkraftwerk mit Blei als Abschirmmaterial legiert. In Permanentmagneten findet man das Element ebenso mit anderen Elementen verbunden. Permanentmagneten findet man zum Beispiel in Generatoren von Windkrafträdern. Dysposiumiodid verbessert beispielsweise auch das Emissionsspektrum von Halogenmetalldampflampen.

Das Element Dysprosium ist also vielseitig einsetzbar, dennoch ist es sehr selten zufinden, was die wirkliche Verwendung des Elements umso schwieriger macht.


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