Cobalt

Cobalt im Periodensystem der chemischen Elemente

Cobalt steht an 27. Stelle des Periodensystems und wird mit dem Kürzel „CO“ abgekürzt. Es zählt zu der Gruppe der Übergangsmetalle.

cobalt

Name Cobalt
Symbol Co
Ordnungszahl 27
Aussehen metallisch blau grau
CAS-Nummer 7440-48-4
Serie Übergangsmetalle
Gruppe Kobaltgruppe



Cobalt Geschichte

Das Element war schon den alten Römern, Griechen und Ägyptern bekannt. Sie benutzen es zum Färben von Glas. Erstmals wurde Cobalt von dem schwedischen Chemiker Georg Brandt 1735 dargestellt. Durch das Vorkommen im Gestein als Cobalterz wurde es von Bergleuten abgebaut. Sie deklarieren es wegen seiner typischen Färbung als Silber. Es konnte jedoch nie Silber daraus gewonnen werden und erhielt den Namen „Kobold“, weil es die Bergleute genarrt hatte. Die Bezeichnung „CO“ wurde erst 1814 durch J.J. Berzelius eingeführt und bezieht sich auf das lateinische Wort „Cobaltum“.

Aussehen und Vorkommen von Cobalt

Reines Cobalt kommt nur in Meteoriten und im Kern der Erde vor. In Mischformen ist es häufig mit Nickel, Eisen, Kupfer, Silber und Uran zu finden. Die Cobaltanteile sind jedoch nur gering. Der Nickelanteil in Verbindung mit Cobalt ist bis zu vier Mal höher. Cobalt schimmert metallisch in einem gräulichen bis bläulichen Farbton. Wichtige Cobalterze sind Kobaltkies, Weißnickelkies, Kobaltglanz und Erythrin. Magnetischer Kobaltkies wird als Pyrrhotin bezeichnet. Bedeutende Lagerstätten für Cobalterze liegen in Australien, Kanada, im Kongo, in Kuba, Neukaledonien und den USA.

Zughörigkeit von Cobalt

Die chemischen Eigenschaften von Cobalt ähneln Eisen und Nickel. Schwefelsäue und Salzsäure lösen es langsam auf. Unter Salpetersäure löst sich Cobalt schnell auf. Unter Zugabe von Sauerstoff bildet sich unter Wärmeeinwirkung Cobalt(II)-Oxid.

Herstellung

Eisensulfid wird in Cobalderzen durch Rösten in Eisenoxid umgewandelt. Mit Siliciumdioxid wird es zu Eisensilicat verarbeitet. Die Schlacke enthält Cobalt, Kupfer, Nickel sowie Arsenid oder Sulfid. Weiteres Erhitzen unter Zugabe von Natriumnitrat und Natriumcarbonat entfernt den Schwefel. Eine weitere Behandlung mit Schwefel- oder Salzsäure löst Cobalt, Nickel und Eisen aus heraus. Mittels Chlorkalk wird Cobalt als Cobalthydroxid aus der Lösung herausgefällt. Durch Erhitzen entsteht Cobalt (II/III)-oxid. Durch Zugabe von Aluminiumpulver oder Koks entsteht daraus reines Cobalt.

Cobalt Verwendung

Cobalt wird in Legierungen für korrosionsbeständige Hartmetalle eingesetzt. Gemeinsam mit Aluminium, Eisen und Nickel entwickelt Cobalt magnetische Eigenschaften und kann zur Herstellung von Dauermagneten eingesetzt werden. Mit Cobaltsalzen wird Glasmasse blau gefärbt. Die blaue Farbgebung wird in der Malerei genutzt. Cobalt wird in Kernreaktoren verwendet.

Wirkung auf den menschlichen Organismus

Cobalt ist zur Versorgung mit Vitamin B12 notwendig. Es ist ein lebensnotwendiges Spurenelement. Cobaltmangel kann die Blutbildung beeinflussen. Cobaltstaub ist krebserregend. Das Einatmen kann allergische Reaktionen auslösen.


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