Chrom

Chrom im Periodensystem

Das chemische Element Chrom hat das Elementensymbol Cr und die Ordnungszahl 24. Es zählt zu den Übergangsmetallen und gehört zur Chromgruppe im Periodensystem der Elemente.
Chromsalze waren bereits 1200 vor Christi und im Alten China bekannt.

chrom

Name Chrom
Symbol Cr
Ordnungszahl 24
Aussehen silbrig
CAS-Nummer 7440-47-3
Serie Übergangsmetalle
Gruppe Chromgruppe



Geschichte von Chrom

Als sich Lomonossow im Jahre 1763 im russischen Sankt Petersburg aufhielt, berichtete er von einer Entdeckung, die Chemieprofessor Johann Gottlob Lehmann gemacht hatte. Dieser entdeckte im russischen Beresowsk ein Rotbleierz und untersuchte es eingehend. Drei Jahre später berichtete Professor Lehmann von einem orangeroten Mineral aus dem Ural. Er hielt es aber für eine Blei- Arsen- Schwefel- Verbindung und so blieb Chrom auch weiter unentdeckt. 1770 fand Peter Simon Pallas ebenfalls in Beresowsk ein rotes Bleimineral. Francois Sulpice Beudant bezeichnete es als Krokoit. Das bedeutet im Griechischen Safran. Das Rotbleierz als Farbpigment und das daraus gewonnene Chromgelb fanden bald vielfältige Verwendung.

1797 entdeckte Louis- Nicolas Vauquelin in dem Rotbleierz eine noch unbekannte Substanz mit Metallgehalt. Auch Martin Heinrich Klaproth fand das neue Element, aber Vauquelin ging mit seiner Entdeckung früher an die Öffentlichkeit. Auf Anregung eines Freundes gab Vauquelin seinem neu entdeckten Metall den Namen Chrom. Im Griechischen bedeutet das Farbe. Eigentlich grau, bildeten die Salze von Chrom in verschiedenen Oxidationsstufen unterschiedliche Farben.

Chrom Vorkommen

Chrom ist in der Natur eher selten. Es wird aber in gebundener Form vor allem als Mineral Chromit mit 46% Chromanteil gefördert. Abgebaut wird es im Tagebau und in geringer Tiefe. Fördergebiete sind Südafrika, Kasachstan, Indien, Simbabwe und Finnland. Aber auch in Brasilien und in der Türkei gibt es Vorkommen von Chromit. Die Förderung ist im Laufe der Jahre stetig gewachsen.
Chrom ist ein korrosionsbeständiges und anlaufbeständiges hartes Metall. Es ist im Urzustand formbar und kann geschmiedet werden. Es ist zäh und löst sich in Salzsäure und Schwefelsäure auf, wenn seine schützende Oxidschicht abgelöst wurde. Die einzelnen Oxidationsstufen von Chrom haben unterschiedliche Formen und Beständigkeit. Chromverbindungen sind giftig und starke Oxidationsmittel.
Werden sie vom Menschen eingeatmet, können sie Lungenschäden hervorrufen.

Verwendung von Chrom

Verwendung finden Chrom und Chromverbindungen beim galvanischen Aufbringen einer Verschleißschutzschicht auf Stahl, Kupfer, Eisen uns Aluminium, z.B. im Motorenbau. Wird auch als Legierung in hitzebeständigem und korrosionsbeständigem Stahl, bei der Chromgerbung in der Lederherstellung und als Katalysator zur Ermöglichung chemischer Reaktionen eingesetzt. Auch Kunststoffteile können verchromt werden.
Da die Chromverbindungen verschiedene Farben hervorbringen, finden sie als Pigmente in Lacken und Farben Verwendung. Chromoxidgrün als Emaillefarbe und für grüne Flaschen. Chromgelb war Künstlerfarbe. Wegen des hohen Giftgehaltes wurde es durch organische Farbpigmente ersetzt.


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