Cer

Cer im Periodensystem

Wenn beim Benutzen eines Feuerzeugs Funken zu sehen sind, dann handelt es sich häufig um ein mit Cer als Zündmetall versehenes Gerät. Durch die Reibung entsteht dort Wärme zur Entzündung. Dies gilt auch für Gasanzünder, welche häufig bei einigen Gasherden benutzt werden. Die Industrie verwendet Cer auch zur Glasherstellung oder als Legierungszusatz, teilweise in Leuchtstoffröhren oder als Glasfärbemittel. In der Chemie wird Cer(IV)-sulfat als Oxidationsmittel in der Cerimetrie angewandt.

cer

Name Cer
Symbol Ce
Ordnungszahl 58
Aussehen silbrig weiß
CAS-Nummer 7440-45-1
Serie Lanthanoide
Gruppe Lanthanoide



Entdeckung von Cer

Das chemische Element Cer wurde 1803 von dem deutschen Chemiker Martin Klaproth im schwedischen Bastnäs entdeckt. Fast zeitlich parallel kamen auch die schwedischen Chemiker Berzelius und Hisinger mit dem Mineral in Berührung, in dem das Element enthalten war. Da etwa zwei Jahre zuvor der Planetoid Ceres entdeckt worden war, benannten sie das silberweiß glänzende Element nach dem Kleinplaneten.

Cer Chemische Eigenschaften

Cer ist ein sehr reaktionsfähiges, dehnbares Schwermetall, welches durch schnelle Oxidation abhängig vom Grad der Luftfeuchtigkeit eine graue, gelbe oder braune Farbe annimmt. Es zählt zu den häufigsten Metallen, vergleichbar mit Kupfer, und ist somit das häufigste Element in der Gruppe der Lanthanoide.
Im Periodensystem findet man Cer (Ce) mit der Ordnungszahl 58 und einer relativen Atommasse von 140,116 in Periode 6, Block d.

Cer Herstellung

Auf das Element Cer lässt sich die Cerit-Gruppe, auch Ceride genannt, zurückführen, welche Cer und Lanthan beinhaltet. Deren Mineralien sind primär in Schweden zu finden. Zur Gewinnung von Cer werden deshalb vergleichsweise wenige Mineralien der Cerit-Gruppe verwendet.
Die erste Herstellung des Metalls erfolgte 22 Jahre nach dessen Entdeckung durch Carl Gustav Mosander, indem er Cerchlorid mit Natrium reduzierte.
Heute verwendet man vor allem Monazit-Sand zur Herstellung von Cer, welches in diesem Mineral etwa zur Hälfte enthalten ist.
Der Gewinnungsprozess ist relativ aufwendig. Durch Trennung von Begleitern und Reduktion des Oxids, sowie anschließender Abtrennung zurückbleibender Reste der Reaktionspartner kann das Element isoliert werden.

Sicherheitshinweise bei Cer

Gefahren im Umgang mit Cer können beim Freisetzen und Einatmen von Gasen und Dämpfen auftreten. Der Kontakt mit Augen und Schleimhäuten ist dringend zu vermeiden, denn dies kann zu einer Reaktion führen, aus der das ätzende Cerhydroxid entsteht. Cerbrände dürfen somit auf keinen Fall mit Wasser gelöscht werden.
Außerdem ist auf die potenzielle Umweltbelastung durch das Entsorgen von Haushaltsmüll und Haushaltsgeräten hinzuweisen, sowie den Einfluss durch die Industrie, beispielsweise Benzin.


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