Blei

Blei im Periodensystem der Elemente

Begrifflicher Ursprung des Namens Blei

Der Name des chemischen Elements Blei ist vermutlich indogermanischen Ursprungs. Er entwickelte sich aus Wort „*bhlěi–“ und bedeutet so viel wie leuchten, schimmern oder glänzen. Damit steht Blei in engem Zusammenhang mit den Worten Blech, Blick und bleich. Der Ursprung ist nicht hundertprozentig geklärt, es werden auch germanische und nicht-indogermanische Ableitungen in Betracht gezogen.
Das Elementsymbol Pb leitet sich aus dem lateinischen „plumbum“ ab, welches sich wiederum von „plumbeus“ – bleischwer, stumpf, bleiern – herleiten lässt und vermutlich ursprünglich aus dem iberischen stammt.

blei

Name Blei
Symbol Pb
Ordnungszahl 82
Aussehen bläulich weiß
CAS-Nummer 7439-92-1
Serie Metalle
Gruppe Kohlenstoffgruppe



chemische Eigenschaften

Bei Blei handelt es sich um ein giftiges Schwermetall aus der 4. Hauptgruppe mit der Ordnungszahl 82. Es ist leicht verformbar und hat einen niedrigen Schmelzpunkt. Normalerweise ist Blei bläulich-grau gefärbt, an der Luft läuft es in Folge einer Oxidation jedoch gräulich an. Das unter der Oberfläche liegende Material wird durch diesen Vorgang vor weiterer Korrosion geschützt. Leicht entzündlich ist das Metall in sehr feinem Zustand. Abgesehen von in Salpetersäure ist Blei in den meisten Säuren unlöslich. Auch unter Wasser befindet es sich in einem stabilen Zustand. Unter Sauerstoffeinwirkung löst es sich hingegen langsam auf und entfaltet seine toxische Wirkung.

Entstehung und Vorkommen von Blei

Blei macht etwa 0,0018 % der Erdkruste aus und konnte bisher an 130 Fundorten nachgewiesen werden. Wirtschaftlich abbaubar sind vermutlich 67 Millionen Tonnen. In der Natur findet es sich meist in der Form von Bleierzen wie das silberhaltige Bleiglanz. Das eigentlich Blei wird durch Rösten und Reduktion in Schachtöfen gewonnen.

Historischer Ursprung

Als eines der zehn Elemente des Altertums wurde Blei schon von den Babyloniern in der frühen Bronzezeit eingesetzt, um Bronzen zu erzeugen und Vasen zu bauen. Bekannt war und benutzt wurde Blei auch bei den alten Ägyptern zum Glasieren von Töpfen und bei den Römern zum Bau von Wasserleitungen. Eine besondere Rolle spielte Blei in der Munitionsherstellung von Handfeuerwaffen für das Militär. Das Blei wurde häufig von Soldaten gestohlen, um daraus Projektile zu bauen.

Heutige Nutzung von Blei

Blei dient vor allem zur Herstellung von Legierungen. Hartblei wird für Akkumulatoren verwendet, Blei-Kupfer-Legierungen für Dichtungen und Isolierungen oder Schriftmetalle für Buchdruckplatten. Da Blei giftig ist, wird heutzutage möglichst versucht, es durch andere Metalle und Legierungen zu ersetzen.
Da Blei Röntgen- und Gammastrahlung besonders gut absorbiert, wird es im Strahlenschutz, unter anderem beim Röntgen, in der Strahlentherapie und in der Nuklearmedizin eingesetzt.
Weitere Einsatzmöglichkeiten finden sich bei der Pigmentierung von Farben, im Maschinen- und Apparatebau, beim Angeln oder beim Tauchen.


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.