Bismut

Bismut im Periodensystem

Bismut, auch als Wismut bekannt, ist ein chemisches Element. Es trägt das Ordnungszeichen Bi, die Ordnungszahl 83 und steht im Periodensystem in der Stickstoffgruppe. Bekannt ist das Element vermutlich schon in der Antike gewesen, der Name „Wesemut“ kommt erstmals in alten deutschen Schriften aus dem 14.Jahrhundert vor und geht wahrscheinlich auf eine Fundstände „in der Wiesen“ im Erzgebirge zurück. Man hielt es früher aber für eine Abart von Blei, Zinn oder Antimon. Als eigenständiges Element wurde das Bismut Mitte des 18.Jahrhunderts von den Chemikern Claude Francois Geoffrey, Johann Heinrich Pott, Carl Willhelm Scheele und Tobern Olof Bergman nachgewiesen.

bismut

Name Bismut
Symbol Bi
Ordnungszahl 83
Aussehen rötlich weiß glänzend
CAS-Nummer 7440-69-9
Serie Metalle
Gruppe Stickstoffgruppe



Bismut Vorkommen

Bismut kommt in der Natur relativ selten vor. Die größten Fundstätten liegen in China, in Mexiko, Peru, Kanada, Kasachstan, Bolivien und Rußland. Im deutschen oder tschechischen Erzgebirge wird es schon lange nicht mehr abgebaut. Bismut kommt in reiner Form in Hydrothermal-Gängen von Granit und Gneis und meist zusammen mit Kupfer -,Nickel-, Zinn- und Silbererzen vor. Auch als Sulfid (Bismutin oder Bismutglanz)), Selenid (Selenidbismutglanz) und als Oxid (Bismit) wird Bismut gefunden. Bei der Gewinnung von Bismut werden die oxidischen Erze in Flammöfen mit Kohle zum reinen Bismut reduziert, die sulfidischen Erze entweder mit Eisen im Niederschlagsverfahren reduziert oder erst oxidiert und anschließend mit Kohle reduziert. Das Roh-Bismut wird durch oxidierendes Schmelzen von anderen Elementen befreit.

Eigenschaften von Bismut

Bismut ist ein silberweiß-rötliches und sehr sprödes Metall mit kristalliner Struktur. Es ist relativ ungiftig, ganz schwach radioaktiv, hat den stärksten Hall-Effekt aller metallischen Elemente und den stärksten Diamagnetismus. Es ist gegen Wasser und nicht oxidierende Säuren resistent und wird in oxidierenden Säuren unter Bildung von Bismutsalzen gelöst.

Verwendung von Bismut

Das Element Bismut wird heute in der Industrie nicht mehr so häufig eingesetzt, wie früher. Heute findet es zum Beispiel als Bestandteil niedrigschmelzender Legierungen und Beschichtungs- Legierungen für Solarverbinder Verwendung. Hier dient es als Blei-Ersatz. Außerdem verwendet man Bismut in der chemischen Industrie als Katalysator, bei der Farben-Herstellung als Pigment in hochwertigen Farben, Lacken und Fassadenanstrichen, in der Kosmetikindustrie als Perlglanzpigment und in der optischen Industrie als Sinterhilfsmittel. In der Medizin ist Bismut Bestandteil verschiedener Antibiotika.


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