Barium

Barium im Periodensystem der Elemente

Barium (Ba), abgeleitet vom griechischen Wort für „schwer“, ist im Periodensystem an 56ter Stelle, in der sechsten Periode der zweiten Hauptgruppe zu finden. Aufgrund dieser Zuordnung zählt es zu den Erdalkalimetallen, zu welcher auch Calcium und Magnesium zählen.

barium

Name Barium
Symbol Ba
Ordnungszahl 56
Aussehen weiß grau metallisch
CAS-Nummer 7440-39-3
Gruppe Erdalkalimetalle



Die Entdeckung und erste Gewinnung von Barium

Barium wurde das erste mal vom italienischen Schuhmacher und Alchemisten Viencenzo Casciarol im Jahre 1602 beschrieben, nachdem ihm glänzende Steinchen aufgefallen waren, welche nach Erhitzung, im Dunkeln zu leuchten begannen.
Erst 172 Jahre später wurde vom Chemiker Carl Wilhelm Scheele das Bariumoxid bei der Untersuchung von Gips entdeckt. Im Jahre 1808 gelingt es dem Engländer Sir Humphry Davy ein metallisches, aber noch nicht reines Bariummineral zu gewinnen. Dies bewerkstelligt er durch die Elektrolyse von Quecksilber- und Bariumoxid. Bekannt wird die gewonnene Verbindung unter dem Namen Baryt. Es sollte noch weiter gute 100 Jahre dauern, bis das erste reine Barium durch eine Schmelzelektrolyse von Barium- und Aluminiumoxid im Jahre 1910 von Robert Bunsen und Augustus Matthiessen hergestellt wird.

Die Eigenschaften des Bariums

Barium gilt als weichestes und unedelstes Metall, welches in seiner elementaren Form nicht natürlich vorkommt. Dies liegt vor allem daran, dass es ein hochreaktives Metall ist, welches nur in Schutzflüssigkeiten aufbewahrt werden kann. Andererseits würde es umgehend mit den Umgebungsgasen reagieren, wodurch es sich aufgrund der so entstehenden Oxidschicht schnell selbst entzünden kann. Unter kontrollierten Bedingungen liegt die Schmelzpunkt bei 1000° Kelvin und der Siedepunkt bei 1913° Kelvin.
Alle wasser- und säurelöslichen Bariumverbindungen sind für den menschlichen Organismus giftig und bei können bei einer Dosis von 1 bis 15 Gramm tödlich sein.

Bariumvorkommen

Wie bereits beschrieben kommt Barium nicht elementar, sondern in diversen Verbindungen vor. Hier sind allen voran Baryt (kristallisiertes Bariumsulfat) und Witherit (Bariumcarbonat) zu nennen. Die Gewinnung erfolgt hauptsächlich aus Bariumsulfat, welches zwar seltener vorkommt, doch wesentlich leichter zur verarbeiten ist.

Die Verwendung von Barium

Aufgrund der hohen Reaktivität wird Barium beispielsweise in Vakuumröhren von Solarpanelen eingesetzt, wo es mit unerwünschten Restgasen reagiert und bindet. Desweiteren findet es als Legierung mit Nickel einen Einsatz in Zündkerzen, und als Legierung mit Blei dient es der Erhöhung des Härtegrades.
In der Medizin wird Bariumsulfat als Kontrastmittel im Verdauungstrakt eingesetzt.
Ein weiteres Einsatzgebiet ist die Pyrotechnik, in der es aufgrund seiner charakteristischen grünen Flamme sehr beliebt ist. Das Bariumcarbonat wird hingegen als Rattengift, aber auch in der Glasherstellung und bei Herstellung hochmagnetischer Ferrite verwendet. Das Bariumsulfat kommt bei der Bohrschlammverdichtung und in Anstrichfarbe zum Einsatz.


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