Argon

Argon im Periodensystem

Das chemische Element Argon ist ein Edelgas und kommt von diesen am häufigsten auf der Erde vor. Sein Anteil in der Atmosphäre beträgt 0,934 %. Nach Sauerstoff und Stickstoff nimmt Argon den drittgrößten Anteil der Erdatmosphäre in Anspruch. Der britische Naturwissenschaftler Henry Cavendish, welcher im Jahre 1766 durch die Entdeckung des Wasserstoffatoms bekanntwurde, vermutete bereits im Jahre 1785, dass Argon ein Bestandteil der Luft ist. Während seiner Versuche mit Luft in denen er alle Komponenten abtrennte, schuf er eine kleine Gasblase. Ohne sich der Tatsache bewusst zu sein, als erster Mensch die Edelgase von der Luft getrennt zu haben, wurde die Bedeutung dieser Enddeckung viele Jahre unterschätzt.

argon

Name Argon
Symbol Ar
Ordnungszahl 18
Aussehen farbloses Gas
CAS-Nummer 7440-37-1
Serie Edelgase
Gruppe Edelgase



Die Enddeckung

Die Enddeckung gelang schließlich dem britischen Naturwissenschaftler John William Strutt, 3. Baron Rayleigh gemeinsam mit dem schottischen Chemiker Sir William Ramsay. 1894, über einhundert Jahre nach Henry Cavendish. Strutt leistete die Vorarbeit der Entdeckung des Edelgases. 1883 stellte er bei dem Vergleich des spezifischen Gewichtes synthetisch gewonnenen Stickstoffes mit Stickstoff aus der Luft eine Abweichung fest. 1894 führen die Wissenschaftler weitere Experimente durch und fanden das Edelgas Argon. Auf Grund des spezifischen Verhaltens des Gases schlussfolgert Ramsay richtig, dass dieses Gas einatomig sein muss. Argon ist extrem reaktionsträge und kommt auch so zu seinem Namen. Argos bedeutet im Griechischen „Träge“.

Wie entsteht Argon und welche Eigenschaften besitzt es

Argon entsteht in der Natur durch den Zerfall von Kalium in der Erdkruste. Daher findet es sich auch in Gesteinen, in der Luft und zu einem gewissen Anteil auch im Wasser. Wie alle Edelgase geht es kaum chemische Bindungen ein. Auf Grund dieser Reaktionsträgheit ist Argon biologisch nicht von Bedeutung und ist auch nicht toxisch. Durch die niedrige Siedetemperatur ist es jedoch hochflüchtig und kann in hohen Konzentrationen durch Verdrängung von Sauerstoff zum Erstickungstod führen.

Die Bedeutung von Argon in der Industrie

Das größte Gebiet ist der Einsatz von Argon als Schutzgas bei verschiedenen Schweißtechniken. Weitere Bedeutung hat es in der Herstellung von Stahl und auch in der Produktion von Leuchtmitteln. Hier macht man sich die geringe Wärmeleitfähigkeit des Gases zu Nutze. Durch die Zugabe von einem Argon Stickstoffgemisch in Glühlampen und Leuchtmitteln kann eine höhere Glühtemperatur und damit eine höhere Lichtausbeute erreicht werden. Die geringe Wärmeleitfähigkeit wird auch bei der Befüllung von Isolierglasscheiben genutzt. In der Lebensmittelindustrie ist Argon unter der Nummer E 938 als Lebensmittelzusatzstoff aufgeführt. Eingesetzt wird es bei der Verpackung von Lebensmitteln als Schutzgas sowie bei der Weinherstellung.


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