Antimon

Antimon im Periodensystem der Elemente

Antimon ist ein Halbmetall. Es kommt recht selten vor, ist silberweiß und ist sehr spröde. Es ist sehr stark glänzend und wird überwiegend für Legierungen verwendet, aber auch in der Medizin.

Antimon ist giftig und ätzend. Das industriell genutze Antimon wird aus dem Mineral Stibnit gewonnen und kommt haupsächlich in Mexiko, China und Bolivien vor.

antimon

Name Antimon
Symbol Sb
Ordnungszahl 51
Aussehen silbrig grau glänzend
CAS-Nummer 7440-36-0
Serie Halbmetalle
Gruppe Stickstoffgruppe



Entdeckung von Antimon

Das metallische Element Antimon war schon im alten China und Babylon bekannt. Wahrscheinlich reicht seine Verwendung zurück bis in die Bronzezeit, wo es zur Bronzeherstellung genutzt wurde.
Seinen Namen hat das Element vom spätgriechischen Wort anthemon, was so viel wie Blüte heißt. Es beschreibt die wie eine Blüte angeordneten kristallischen Stengel, die wie eine Blüte aussehen.
Im 17. Jahrhundert ging die Bezeichnung Antimonsulfid vom Griechischen ins Lateinische stibium über. Die vom Chemiker Jöns Jakob Berzelius benutzte Abkürzung Sb ist bis heute als Elementsymbol gängig. Im Periodensystem der Elemente trägt es die Ordnungszahl 51.

Modifikationen von Antimon

Antimon kann in den Modifikationen graues, schwarzes und explosives Antimon auftreten. Die metallische Modifikation graues Antimon ist die am häufigsten auftretende. Graues Antimon ist ein wenig festes Metall, welches sich leicht pulverisieren lässt und keinen guten Leiter für Wärme oder Strom darstellt.
Durch Abschrecken von Antimondämpfen kann man amorphes schwarzes Antimon herstellen. Dieses ist sehr reaktionsfähig und wird nach erneutem Erhitzen wiederum zu grauem Antimon.
Das glasartige explosive Antimon ist durch elektrolytische Wege herstellbar. Diese instabile Modifikation explodiert bereits durch zu schnelles erhitzen.

Physikalische Eigenschaften

Metallisches Antimon glänzt silberweiß, ist in Kristallen angeordnet und aufgrund seiner Sprödigkeit leicht zu zerkleinern. Die Leitfähigkeit ist gering.

Chemische Eigenschaften von Antimon

Bei Raumtemperatur reagiert Antimon weder mit Luft noch mit Wasser. Es verbrennt an der freien Luft mit einer blau-weißen Flamme zu Antimonoxid und löst sich in sehr hoch konzentrierten Mineralsäuren auf.

Antimon Vorkommen

Antimon ist ein seltenes, aber in der Natur in Reinform vorkommendes Element. In der Elementhäufigkeit in der Erdhülle liegt das Element auf Platz 61, noch vor Silber und Gold. Gediegenes Antimon ist als Mineral anerkannt und wurde bisher an rund 300 Orten auf der Welt entdeckt. In Deutschland kommt es beispielsweise in den Mittelgebirgen Harz, Schwarzwald und Fichtelgebirge vor.

Gewinnung von Antimon

Reines Antimon wird aus dem Antimonsulfid Antimonglanz, auch Stibnit genannt, gewonnen. Das Röstreduktionsverfahren beruht auf Abrösten des Sulfids und einer Reduktion mit Kohlenstoff, das Niederschlagsverfahren wird mit einer Reduktion mit Eisen durchgeführt.

Antimon Verwendung

Antimon hat aufgrund seiner physikalischen und chemischen Eigenschaften keinen allzu hohen Nutzen oder technische Bedeutung. Hauptsächlich wird es heute als Bestandteil von Legierungen benutzt, um weiche Metalle wie Blei, Kupfer, Zinn oder Zink zu härten.
Die Drucklettern im früheren Zeitungsdruck bestanden aus einer Antimon-Blei-Legierung.


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