Actinium

Actinum im Periodensystem

Das chemische Element mit der Ordnungszahl 89 heißt Actinium. Die chemische Abkürkzung im Periodensystem der Elemente für Actinium ist Ac. Es ist ein radioaktives Element des Periodensystems. Actinium ist ein Metall und gehört zu der Gruppe der Actinoiden, deren das Element auch den Namen gegeben hat.

actinum

Name Actinium
Symbol Ac
Ordnungszahl 89
Aussehen silbrig
CAS-Nummer 7440-34-8
Serie Übergangsmetalle
Gruppe Scandiumgruppe



Entdeckungen von Actinum

Der französische Chemiker und Hochschullehrer André-Louis Debierne entdeckte das Element Actinium im Jahre 1899. Zu dieser Entdeckung kam es als er das Mineral Uraninit, im Volksmund auch bekannt als Pechblende, isolierte. Nach seiner Entdeckung stellte Debierne zunächst einige Ähnlichkeiten mit den Elementen Titan und Thorium fest. Er gab dem Element den Namen „Actinium“. Doch nur drei Jahre später, im Jahre 1902, entdeckte der Chemiker Friedrich Giesel das Element erneuert, ohne dass er von der Entdeckung des Franzosen wusste. Friedich Giesel stellte allerdings ähnliche Eigenschaften mit dem Element Lanthan fest. Da Giesel nicht wusste, dass das Element eigentlich schon entdeckt war, nannte er es „Emanium“. Im Jahre 1904 wurden dann beide Elemente der Wissenschaftler verglichen. Giesel hatte zwar bezüglich der ähnlichen Eigenschaften mit Lanthan recht, dennoch handelte es sich um das selbe Element und so bekam das Element natürlich den Namen der ihm von Debierne gegeben wurde. Das Wort Actinium stammt aus dem griechischen bzw. lateinischen und bedeutet so viel wie „Strahl“.

Eigenschaften von Actinum

Das Metall hat eine siberweiße Farbe und ist glänzend und weich. Im Dunkeln kann man es besonders gut erkennen, da es dort in hellblauen Farben leuchtet. Dies liegt an der radioaktiven Eiegenschaft des Elements. Es ist ein sehr reaktionfreudiges Element. Vor allem mit Sauerstoff und Wasser zeigt es starke Reaktionen. Bei einer Reaktion mit Sauerstoff reagiert Actinium zu Actiniumoxid. Die Halbwertzeit der verschiedenen Isotope von Actinium sind alle recht unterschiedlich. Das kurzlebigste hat eine Halbwertzeit von nur 2,9 Stunden. Dies ist schon relativ lange, wenn man bedenkt, dass einige radioaktvie Elemente schon nach wenigen Sekunden zerfallen. Die längste Halbwertzeit dauert fast 22 Jahre an. Bei diesem Element gibt es keine besonderen Sicherheitsvorkehrungen, außer die, die bei allen radioaktiven Elementen ebenfalls gelten. Bei Radioaktivität herrschen besondere Sicherheitsvorkehrungen die nicht missachtet werden sollten.

Von dem chemischen Element findet man nicht viel auf unserem Planeten. In Uranerzen befindet sich nur wenig Actinium. Deshalb gibt es teilweise nur künstliche Herstellungen des Elementes. Doch wofür ist ein radioactives Element üebrhaupt gut, wenn es nicht in Kernreaktoren eingesetzt wird? Actinium dient zur Herstellung von Neutronen. In der thermoionische Energieumwandlung findet das Element mit der Ordnungzahl 89 ebenfalls Verwendung.

Die wichtigsten Fakten zu Actinium

Das radioaktive Element und Metall Actinium ist im Periodensystem unter der Ordnungszahl 89 zu finden und wird im Allgemeinen mit dem Elementsymbol Ac abgekürzt. Es gehört zur 7. Periode im d-Block des Periodensystems und besitzt eine besondere Stellung, da es der Namensgeber einer eigenen Gruppe ist. Das Actinium ist nämlich ein Element der Gruppe der Actinoide, die es zusammen mit 14 weiteren Elementen bildet.
Das Actinium besitzt eine silbrige Farbe, wobei es in einem festen Aggregatszustand auftritt.

Die Geschichte des Elements

Erstmals wurde das Metall im Jahr 1899 von einem französischen Wissenschaftler entdeckt. Dieser isolierte es aus einer Pechblende und erkannte Ähnlichkeiten mit den Elementen Thorium sowie Titan. Nur drei Jahre später wurde das Element unabhängig vom ersten Fund erneut entdeckt, doch der diesmal auserwählte Name Emanium wurde nicht gewählt.
Stattdessen wurde der Name Actinium, ausgewählt von André-Louis Debierne, etabliert. Dieser stammt vom griechischen Wort aktina, welches so viel wie Strahl bedeutet.
Grundsätzlich wird die Entdeckung des Elements heute noch kritisch gesehen, da in allen Berichten Widersprüche auftreten. Selbst Debierne verlor bereits nach wenigen Jahren das Interesse seine Forschung weiter zu intensivieren, weshalb es immer wieder zu Widersprüchen gekommen ist.

Das Vorkommen und die Verwendung

Lange wurden Uranerze als eine Möglichkeit der Gewinnung betrachtet, doch das Vorkommen von Actinium in diesen ist so gering, dass die Uranerze als Quelle ausscheiden. Stattdessen kann das Element in Isotop-Form durch Bestrahlung in Kernreaktoren erzeugt werden. Dennoch ist die Gewinnung äußerst kompliziert, denn das Actinium zerfällt äußerst schnell und ist somit nur in kleinen Mengen verfügbar. Weiterhin sind aufwendige Schutzvorkehrungen zu treffen, die bereits das Studium des Actiniums kompliziert gestalten.
Dennoch besitzt das Actinium eine Verwendung, denn es wird für die Erzeugung von Neutronen genutzt. Diese Neutronen werden schließlich für Aktivierungsanalysen benötigt. Darüber hinaus wird das Actinium auch in Radionuklidbatterien verwendet, da es in diesen zur Umwandlung thermoinischer Energie genutzt wird.

Chemische Eigenschaften

Zu den wichtigsten, chemischen Eigenschaften gehört vor allem die Reaktionsfähigkeit des Actiniums in Wasser sowie an der Luft. Es wird jedoch vor weiterer Oxidation geschützt, indem es eine Schicht Actiniumoxid bildet. Alle bisher bekannten Verbindungen von Actinium sind dreiwertig und in seinem chemischen Verhalten ähnelt das Element besonders Lanthan.


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